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Montag, 24. November 2008

ZdK fordert entschlossenen Klimaschutz

Die Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) hat am vergangenen Freitag eine Erklärung zum Schutz des Klimas verabschiedet. KLJB-Bundesvorsitzender Wolfgang Ehrenlechner brachte zusammen mit dem BDKJ-Vorsitzenden Dirk Tänzler die Stimme der Jugend in die Diskussion ein.

Bonn, 21. November 2008. Die Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) hat am vergangenen Freitag eine Erklärung zum Schutz des Klimas verabschiedet.

 

In der Erklärung bekennt sich das ZdK zur besonderen Verantwortung der Christen für den von Menschen verursachten Klimawandel. Unter dem Titel "Schöpfungsverantwortung wahrnehmen – jetzt handeln! Für einen nationalen und internationalen Klimaschutz" fordert das ZdK jeden Einzelnen, die Gesellschaft und die Politik auf, Verantwortung zu übernehmen, jetzt Entscheidungen zu treffen und danach zu handeln.

 

Dies sei mit Auswirkungen für das persönliche Handeln und Leben verbunden und mit der Bereitschaft zum Verzicht. Eine derartige Lebensstiländerung erfordere aber auch politische Maßnahmen. Ein Einstellungswandel der Menschen werde nicht ohne Strukturwandel zustandekommen. Mit Blick auf die Verursachung des Klimawandels stünden insbesondere die Industrienationen in der Verantwortung und Pflicht, beim Klimaschutz voranzuschreiten.

 

Bei der Energieversorgung setzt sich das ZdK dafür ein, den Kurs der Energieeinsparung und Steigerung der Energieeffizienz fortzusetzen, den Anteil der erneuerbaren Energien sowie die Energiegewinnung durch Kraft-Wärme-Kopplung auszubauen.

 

Ausdrücklich spricht sich das ZdK in diesem Zusammenhang für den Ausstieg aus der Kernenergie aus. Zwar sei die Gewinnung von Kernenergie emissionsärmer als die Energieerzeugung durch Kohlekraftwerke. Angesichts der Sicherheitsbedenken, der ungelösten Problematik der Endlagerung und der Gefahr der Verbreitung von Atomwaffen stelle die Kernenergie jedoch keine verantwortungsvolle Möglichkeit dar, die Probleme des Klimawandels zu lösen.

 

Im Bereich Verkehr setzt die Erklärung des Zentralkomitees neben dem Ausbau des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs auf die Einführung eines Tempolimits von 120 km/h auf Autobahnen sowie den CO2-orientierten Umbau der Kfz-Steuer. Darüber hinaus fordert es die Besteuerung von Flugbenzin sowie die Einbeziehung des Luftverkehrs in den Emissionshandel.

 

In der internationalen Klimapolitik unterstützt das ZdK die Bundesregierung in ihrem Bemühen, sich für den Ausbau des Emissionshandels einzusetzen und ein weltweites Folgeabkommen zum Kyoto-Protokoll zu beschließen.

 

 

 

Den Wortlaut der Erklärung können Sie nachlesen unter: www.zdk.de/erklaerungen/