Die KLJB ist Mitglied des Bankwechselbündnisses. Dieses ruft dazu auf, mit allen Konten von den Großbanken wegzugehen. Es informiert über die miesen Geschäfte der Banken, über Alternativen und darüber wie wir uns für ein anderes Bankensystem stark machen können.

 

 

Was macht die Bank mit meinem Geld?

Kritischer Konsum auch beim Bankensystem

Die Wahl einer Bank, die das eigene Geld verwaltet, zählt für die Katholische Landjugendbewegung auch zum Kritischen Konsum. Denn Banken tragen eine Mitverantwortung für den Hunger in der Welt, indem sie sich an Landgrabbing beteiligen oder Produkte anbieten, bei denen mit Nahrungsmitteln spekuliert wird. Die KLJB ist daher Mitglied im Aktionsbündnis "Bankwechsel jetzt". Die Kampagne „Bankwechsel jetzt – Bank wechseln! Politik verändern!“ wird neben der KLJB getragen von Attac, Urgewald, der Grünen Jugend, Fian, Inkota, IPPNW, der Kooperation für den Frieden, den Naturfreunden, dem Südwind-Institut, der BUND-Jugend und dem Dachverband der kritischen Aktionäre. Ziel ist es, die Idee des politisch motivierten Bankwechsels durch Öffentlichkeitsarbeit, Aktionen und Aufklärungsarbeit zu verbreiten. Mit dem Wechsel zu einer ethischen Bank kann jedeR ein Zeichen setzen, dass ein Bankensystem, das Menschen die Lebensgrundlage entzieht, in Rüstung, Atomkraft oder in Kohle investiert, nicht mehr tragbar ist.

 

Geschäfte im Dunkeln

Fast alle Banken unterhalten zahlreiche Zweckgesellschaften, haben Tochtergesellschaften und Anteile an Unternehmen in sogenannten Steuer- oder Regulierungsoasen. Von dort aus tätigen sie ihre riskantesten Geschäfte und helfen Unternehmen und besonders reichen Privatpersonen, Gelder zu verstecken. Allein dem deutschen Fiskus entgehen durch Steuerflucht jährlich, je nach Schätzung, 30 bis 100 Mrd. Euro. Die Deutsche Bank hat auf den Cayman Inseln bei Kuba mehr Niederlassungen als am Konzernsitz Frankfurt am Main. Aber auch die Commerzbank, Postbank, UniCredit und Dachverbandsbanken von Sparkassen und Volksbanken sind weltweit „steuer-vermeidend“ unterwegs.

 

Geschäfte mit dem Hunger

Immer mehr Menschen müssen hungern, weil Grundnahrungsmittel zu teuer sind. Obwohl die Preise aus mehreren Gründen steigen, sind Ausmaß und Plötzlichkeit der Preisschwankungen nur durch die massiven Wetten an den Finanzmärkten zu erklären. Die Hypovereinsbank, Deutsche Bank sowie die Zentralbank der Volksbanken (DZ-Bank) bieten Wetten auf Nahrungsmittel-Preisentwicklungen an. Doch damit nicht genug: Die Deutsche Bank wirbt über  Agrar – und Landfonds für die Beteiligung am „Land Grabbing“, der Aneignung von Ackerland in unter Hunger leidenden Regionen inAfrika, Asien und  Lateinamerika.

 

Tödliche Investitionen

Die Deutsche Bank und Commerzbank pumpen Milliarden in die Atomindustrie. Dick im Geschäft sind aber auch die UniCredit, etliche Landesbanken sowie die DZBankengruppe der Volksbanken. Auch die Rüstungsindustrie kann auf Geld deutscher Banken setzen – und das teilweise dort noch, wo internationale Ächtungen ausgesprochen sind, wie bei Streumunition.

 

Klimaschutz egal?

Wie halten es die Geldhäuser eigentlich mit dem Klima? In Kohlekraftwerke sowie in Abbau und Transport von Kohle investieren unter anderem die Deutsche Bank, Commerzbank, UniCredit sowie die Dachverbandsbanken von Volksbanken und Sparkassen. Sie stellen viele Millionen für die CO2-Emission intensivste Energieproduktion zur Verfügung. Gerettet auf Kosten der  Gesellschaft. Die Commerzbank und etliche Landesbanken wurden direkt mit Steuermilliarden gerettet. Die Mütter von Hypovereinsbank (UniCredit, Italien) und IngDiba (ING, Niederlande) mussten in ihren Heimatländern Hilfsgelder beantragen. Die Deutsche Bank hat indirekt 11,8 Mrd. Dollar bei der AIG-Rettung in den USA kassiert und in Deutschland mit Milliarden von der  Banken-Rettung (vor allem IKB und HRE) profitiert. Stabil blieben in der Krise die lokalen Sparkassen und Genossenschaftsbanken sowie die Alternativbanken GLS Bank, EthikBank, UmweltBank und Triodos Bank.

 

Politik nach Maß

Wer die Bankenlobby einmal in Aktion erlebte, wundert sich nicht, warum die längst überfälligen politischen Regulierungen nicht vorankommen. Vorneweg die Deutsche Bank: Sie hat 2008 den damaligen Chef der Bankenaufsicht Bafin, Helmut Bauer, eingekauft und 2006 den ehemaligen Finanzstaatssekretär Caio Koch-Weser. Die Deutsche Bank unterzeichnete im Sommer 2010 den „energiepolitischen Appell“ für AKW-Laufzeitverlängerungen. 2010 riefen 22 Abgeordnete verschiedener Fraktionen des EU-Parlamentes um Hilfe, weil sie sich bei ihren Regulierungs-Bemühungen massiver Lobby-„Attacken“ ausgesetzt sahen.

 

Weitere Informationen unter www.bankwechsel-jetzt.de.

 

 

 

KLJB Bankwechselparty

Auf ihrem Herbstbundesausschuss 2013 hat die KLJB eine Bankwechselparty veranstaltet, um nicht nur auf die krummen Geschäfte und Machenschaften der Banken aufmerksam zu machen, sondern auch auf die Bankwechselwoche rund um den Weltspartag vom 28. Oktober bis 03. November hinzuweisen. Die Delegierten wurden mit vielen Infos zu den unterschiedlichen Banken versorgt, mussten die Preise für Bankwechselcocktails erwürfeln und haben zu Bankwechselmusik getanzt.

 

Habt ihr auch Lust auf eine Bankwechselparty? Dann werdet aktiv. Was wir können, könnt ihr auch. Im Aktionspaket (rechts im Downloadbereich) findet ihr alles, was ihr für solch eine Party braucht.

 

Viel Spaß!

 

 

KONTAKT

Stefanie Rothermel

Bundesvorsitzende

Tel. 0 22 24.94 65-29

s.rothermel(at)kljb.org

 

 

Julia Wäger

Referentin für

Internationale Entwicklung

Tel. 0 22 24.94 65-27

j.waeger(at)kljb.org

 

 

Gabi Kempen 

Sekretariat

Tel.: 0 22 24.94 65-12

g.kempen(at)kljb.org