Dienstag, 19. September 2017

KLJB-Selbstversuch: 3.000 km im Elektroauto unterwegs

Studienfahrt setzt sich mit dem Thema Energiewende auseinander

Beim Bürgerwindrad in Pfaffenhofen machte die Studienfahrt Halt, um das Elektroauto mit frischem Wind zu versorgen. (v.l.n.r. Andreas Herschmann, Kaspar Hitzelberger, Patrick van Loon, Johannes Rudingsdorfer, Benjamin Kutz, Johanna Herbst, Stephan Barthelme)

Bad Honnef-Rhöndorf, 18. September 2017. Vom 01. bis 09. September 2017 waren 15 KLJBlerinnen und KLJBler im Rahmen der Studienfahrt „Von der Energiewende zur sozial-ökologischen Transformation: Heute sehen, was die Zukunft bringt“ in ganz Deutschland unterwegs. Wichtiges Ziel war es dabei, herauszuarbeiten, wie sich unser Handeln in Europa auch auf Umwelt und Menschen im globalen Kontext auswirkt.

 

Von Nürnberg über München, Karlsruhe und Mainz, durch das Ruhrgebiet über Hamburg bis nach Berlin setzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer u. a. mit der Energiewende, Erneuerbaren Energien, Smart Buildings, Regionalgeld und dem Prinzip Cradle to Cradle auseinander. Zum Abschluss der Fahrt besuchte die KLJB-Delegation das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie die Klima-Allianz Deutschland und das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft. Auch Stätten konventioneller Energiegewinnung, wie das Rheinische Braunkohlerevier und ein ehemaliger Forschungsreaktor des Karlsruher Instituts für Technologie, waren Teil der Studienfahrt.

Der Transport über die insgesamt 3.000 Kilometer durch 15 Bundesländer erfolgte dabei ausschließlich in Elektroautos. „Wir haben uns ganz bewusst für das emissionsfreie Reisen mit dem Elektroauto entschieden“, erklärt Stephan Barthelme, KLJB-Bundesvorsitzender. „Damit wollten wir zum einen ausprobieren, wie gut man mit der neuen Technik vorankommt und gleichzeitig als Vorbilder für klimafreundliche Mobilität vorangehen. Wir waren positiv überrascht, wie gut die Ladeinfrastruktur mit Ökostrom-Ladesäulen bereits ausgebaut ist und auf wie viel Interesse wir mit den E-Autos bei PassantInnen gestoßen sind.“

 

Im Rahmen der verschiedenen Vorträge und Diskussionen wurde der KLJB-Delegation die Vielfalt der Ansätze deutlich, mit denen eine sozial-ökologische Transformation gestaltet werden kann. Durch das Ausmaß der konventionellen Energiegewinnung wiederum, wie der Kohleverstromung im Ruhrgebiet, bleiben den TeilnehmerInnen die eindrucksstärksten Bilder der Studienfahrt im Gedächtnis. Sowohl die bereits verlassenen Dörfer, die dem Kohleabbau noch weichen werden, als auch der Tagebau selbst gingen an niemandem spurlos vorbei. „Es ist unfassbar, welche Erdmassen für die Kohleverstromung bewegt werden, wieviel Dörfer, Wälder und Landschaften verschwinden, ganz zu schweigen von den Kohleimporten aus Übersee. Und am Ende liegt der Wirkungsgrad der Kraftwerke manchmal nur bei wenigen Prozent und die Ausnutzung der in der Kohle gespeicherten Energie ist minimal“, fasst Johanna Herbst vom KLJB-Bundesarbeitskreis Umwelt die Eindrücke zusammen. Die Studienfahrt hat die TeilnehmerInnen umso mehr bestärkt, sich für den Klimaschutz, Klimagerechtigkeit und die Energiewende einzusetzen. Zurück in den einzelnen Diözesanverbänden wirken sie nun als MultiplikatorInnen fort.


Dateien:
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pdf KLJB_PM17_KLJB-Selbstversuch_-_3.000_km_im_Elektroauto_unterwegs 151 K



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