Freitag, 09. März 2018

Eine Welt ohne Gewalt ist möglich!

KLJB mit umfassendem Plädoyer für den Frieden

(Foto: Jörg Farys/DieProjektoren)

Bad Honnef-Rhöndorf, 08. März 2018. Die Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) plädiert für eine Welt ohne Gewalt und ruft alle AkteurInnen von Politik, Gesellschaft und Kirche sowie jeden Einzelnen dazu auf, in allen Feldern des gesellschaftlichen und persönlichen Handelns für ein friedliches Miteinander einzutreten, politisch aktiv zu sein und durch Partnerschaft und Bildungsarbeit nachhaltige Brücken zu bauen.

 

„Die Erinnerung an das Ende des Ersten Weltkriegs im Gedenkjahr 2018 ist ein Appell an unsere Verantwortung“, erklärt Stefanie Rothermel, KLJB-Bundesvorsitzende. „Wir müssen uns auch heute noch die Frage stellen, was den Frieden gefährdet. Denn so wie wir wirtschaften, Ressourcen nutzen, mit anderen souveränen Ländern umgehen oder unsere eigene Gesellschaft gestalten, ist diese Frage nicht ausreichend beantwortet“, so Rothermel.

 

Die KLJB möchte das Jahr 2018 – besonders mit dem 101. Katholikentag in Münster mit dem Leitwort „Suche Frieden“, mit dem Gemeinsamen Landjugendtreffen „RENDEZVOUS! Gemeinsam für Europa!“ in Frankreich und am 11. November 2018, dem Tag, als der Erste Weltkrieg vor hundert Jahren endete, – nutzen, um die klare Botschaft zu setzen: Wir wollen Frieden! In dem Papier „Ein bisschen Frieden… ist uns nicht genug!“, das die Bundesversammlung der KLJB am 04. März 2018 verabschiedete, formuliert der Jugendverband konkrete Forderungen zur Friedenssicherung.

 

Gegen Rüstungsexporte und militärische Intervention
Die KLJB fordert, dass politisches Handeln zur Befriedung von Konflikten mit absolutem Vorrang präventiv erfolgen sollte und nie als militärische Intervention. Außerdem setzt sie sich für Abrüstung weltweit und einen massiven Ausbau der zivilen Konfliktbearbeitung bei gleichzeitiger Reduzierung der Haushaltsmittel für den Verteidigungs-Etat ein. Darüber hinaus plädiert die KLJB für einen generellen Stopp von Rüstungsexporten aus Deutschland, vor allem in Krisen-und Kriegsgebiete sowie in Diktaturen und autoritäre Regime. Sie fordert PolitikerInnen dazu auf, kohärente Außen-, Wirtschafts-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik zu betreiben und den Aufbau einer gerechten Wirtschafts- und Sozialordnung umzusetzen. "Besonders fordern wir hier auch die konsequente Implementierung und Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs)“, betont Stefanie Rothermel, „aber auch die kontinuierliche Weiterentwicklung des Staatenverbunds der Europäischen Union hin zu einem föderalen Bundesstaat, der für eine gemeinsame, soziale und subsidiäre Politik steht.“

 

Das eigene Handeln hinterfragen und untermauern
Um noch stärker für diesen Frieden einzutreten, betont die KLJB auch die Relevanz von Jugendverbandsarbeit, die ihre Mitglieder dazu ermutigt, ihre Stimme zu erheben, in politischen Kampagnen aktiv zu sein und das eigene Umfeld zu gestalten. Vor allem aber braucht es eine kontinuierliche Bildungsarbeit und den Dialog mit politischen EntscheidungsträgerInnen. Hier sieht sich die KLJB als Werkstätte der Demokratie und als Kooperationspartnerin für Themen wie Jugendbeteiligung, Klimaschutz, Fairer Handel oder Kritischer Konsum. „All diese Forderungen scheinen alltäglich zu sein, dennoch wollen wir ihre Relevanz betonen und in den Fokus rücken sowie andere dazu ermutigen, sich zu engagieren“, erläutert Stefanie Rothermel.

 

Mit ihrem Plädoyer will die KLJB denen die Hand reichen, die ebenso für das Ziel, Frieden zu erlangen, eintreten möchten – in Politik und Kirche, global, innergesellschaftlich und privat. „Wir wollen Frieden! Wir glauben, dass sich Frieden realisieren lässt! Wir sind bereit, unseren Beitrag dafür zu leisten und andere von der großen Vision zu
begeistern!“, unterstreicht Stefanie Rothermel.

 

 


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