Näherinnen und Näher bei der Arbeit mit Mundschutz

Unternehmensverantwortung

Billig um jeden Preis? Je mächtiger ein Unternehmen ist, desto mehr kann es die Preise und Bedingungen der Produktion selbst bestimmen. Oft genug gehen Preisdruck und kostensparende Produktion mit der Verletzung von Menschenrechten und Umweltbelastungen einher. Exzessive Überstunden, Hungerlöhne, kein Mutterschutz, keine Zahlungen im Krankheitsfall -  zahlreiche Studien berichten von ausbeuterischen Zuständen in großen Unternehmen. Dies passiert, obwohl sich Unternehmen eigentlich zu freiwilligen Richtlinien, etwa den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), bekennen.

 

Mit ihrem klaren Bekenntnis zu Ernährungssouveränität, zu regionalen Wirtschaftsstrukturen und zum Fairen Handel ruft die KLJB Unternehmen auf, ihrer Verantwortung für nachhaltiges Produzieren nachzukommen. Politik ist gefordert, dies durch entsprechende Maßnahmen zu fördern (siehe Beschluss 2009).

 

Was können wir als Konsumierende tun?

Mit bewussten Kaufentscheidungen geben wir zu verstehen, dass uns nicht das billigste Schnäppchen wichtig ist, sondern existenzsichernde Entlohnung und umweltschonende Produktionsweisen.

 

Der Coca-Cola-Boykott von KLJB und BDKJ ist ein deutliches Beispiel, wie eine solche Maßnahme zu inhaltlicher Diskussion anregen und die Dialogbereitschaft des Unternehmens in Gang setzen kann. Zahlreiche Gruppen nutzten den Boykott zur kritischen Auseinandersetzung mit der Marktmacht und den zum Teil menschenrechtsverletzenden Praktiken von multinationalen Konzernen. Der Konzern hörte sich die Forderungen der Jugendverbände an.

 

Als Mitglied der Kampagne für Saubere Kleidung beteiligen wir uns an Unterschriftenaktionen oder Eilaktionen. Außerdem unterstützen wir die Supermarktinititiative.

 

Ein weiterer kleiner Schritt ist, Unternehmen und politisch Verantwortliche direkt anzuschreiben. In der örtlichen Gemeinde, der Pfarrei, der Kantine, in der Schule oder am Arbeitsplatz könnt Ihr den Einkauf von Produkten aus sozial und ökologisch verantwortungsvoller Produktion anregen und öko-faire Beschaffung einfordern.

 

KONTAKT

Stefanie Rothermel

Bundesvorsitzende

Tel. 0 22 24.94 65-29

s.rothermel(at)kljb.org

 

 

Julia Wäger

Referentin für

Internationale Entwicklung

Tel. 0 22 24.94 65-27

j.waeger(at)kljb.org

 

 

Gabi Kempen 

Sekretariat

Tel.: 0 22 24.94 65-12

g.kempen(at)kljb.org

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