“Klimagerechte Landwirtschaft – jetzt!”

Offener Brief von KLJB und Grüner Jugend an Julia Klöckner

Bad Honnef-Rhöndorf/Berlin, 16. September 2019. Die Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) unterstützt die in einem offenen Brief an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner formulierten gemeinsamen Forderungen von Sarah Schulte-Döinghaus (KLJB-Bundesvorsitzende) und Niklas Wagener (Mitglieds des Bundesvorstands der Grünen Jugend), die Agrarpolitik klimagerechter zu gestalten.

„Wir setzen uns schon viele Jahre für eine gerechte Klimapolitik ein. Doch bisher ist zu wenig passiert“, erläutert Sarah Schulte-Döinghaus, KLJB-Bundesvorsitzende. „Mittlerweile sollte die Dringlichkeit einer Veränderung bei jedem*jeder angekommen sein. Gerade im Bereich der Landwirtschaft sehen wir großes Potential, einen Beitrag zur Eindämmung der Erderwärmung zu leisten. Bisher fehlen hierfür aber die politischen Rahmenbedingungen und die nötige Unterstützung.“

In dem Brief fordern die beiden die Umsetzungsmöglichkeiten von neuen Agrarkonzepten, die vor allem Junglandwirt*innen eine Perspektiven sein können. „Wir wollen den Humusverlust der landwirtschaftlichen Böden ebenso wenig akzeptieren, wie den Verlust wertvollen Bodens durch Versieglung oder Umnutzung“, erklärt Sarah Schulte-Döinghaus weiter. „Daher sehen wir in der Agroforstwirtschaft in Deutschland ein gutes Werkzeug, um landwirtschaftlich genutzte Flächen mit dem Anbau von Gehölzen zu kombinieren, sodass sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile entstehen. Dabei fordern wir die Bundesministerin dazu auf, diese in die staatliche Förderung einzubeziehen.“

Darüber hinaus fordern die Jugendorganisationen, das 1,5 Grad-Ziels als Richtschnur des Handelns in der Landwirtschaftspolitik heranzuziehen. Dafür müssen die Emissionen aus der Landwirtschaft bis 2050 um 60 Prozent gesenkt werden. Des Weiteren fordern sie eine besondere Beobachtung von Degradierungsprozessen auf Acker- und Grünlandstandorten und eine gesetzliche Verpflichtung zur Degradierungsneutralität in den nächsten fünf Jahren. „Eine klimagerechte Landwirtschaft bedarf vernünftiger politischer Leitplanken, darf aber nie ohne die Einbindung der Landwirt*innen selbst geschehen! Nur gemeinsam können wir die Ziele erreichen“ schließt Sarah Schulte-Döinghaus ab.

Den kompletten offenen Brief sowie weitere Informationen über die KLJB und ein druckfähiges Foto zur Pressemitteilung gibt es unter www.kljb.org/presse.

Die KLJB (Katholische Landjugendbewegung Deutschlands) ist ein Jugendverband mit bundesweit 70.000 Mitgliedern. Sie vertritt die Interessen Jugendlicher in ländlichen Räumen und engagiert sich für eine aktive und lebendige Kirche. Als engagierte Christinnen und Christen gestalten Jugendliche in der KLJB mit an der Zukunft der Gesellschaft und setzen sich für eine gerechte und zukunftsfähige Welt ein. Im Rahmen der MIJARC (Mouvement International de la Jeunesse Agricole et Rurale Catholique) setzt sich die KLJB auch weltweit für Solidarität und eine nachhaltige ländliche Entwicklung ein.

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