Aktuelle Informationen zum Umgang mit dem Coronavirus

Seit Ende der KLJB-Bundesversammlung vergangenen Sonntag hat sich die durch das Coronavirus ausgelöste Situation in Deutschland deutlich verändert. Wir beobachten die Situation seit Wochen genau und haben dazu an der Bundesstelle einen Corona-Krisenstab eingerichtet. Wir versuchen besonnen, aber angemessen auf die sich täglich ändernde Lage zu reagieren. Viele Diözesan- und Landesverbände sind sich gerade unsicher, wie wir als KLJB am besten auf die Situation reagieren sollen. Nach Rücksprache mit dem BDKJ und dem DBJR und nach intensivem Verfolgen der Situationsanalysen durch die staatlichen Stellen haben wir einige Vorkehrungen für die KLJB-Bundesebene getroffen. Darüber hinaus möchten wir euch mit dieser Mail einige Informationen und Handlungsempfehlungen für eure Ebenen zukommen lassen. Wichtig ist grundsätzlich, die weitere Verbreitung des Coronavirus so weit wie möglich einzudämmen – dazu sind wir jetzt alle gefordert. Wir möchten betonen, dass wir alle in der Jugendarbeit sicherlich nicht zur Hauptrisikogruppe gehören. Allerdings können auch junge Menschen das Virus – oftmals symptomfrei – in sich tragen und übertragen. Hier müssen wir solidarisch sein mit den Älteren in unserer Gesellschaft sowie mit anderen Risikogruppen wie chronisch Kranken und jegliche soziale Kontakte in den nächsten Wochen reduzieren.

 

Handlungsempfehlungen für die KLJB

 

1. Informationen und Handlungsempfehlungen des Bundesministeriums für Gesundheit und des Robert-Koch-Instituts verfolgen

Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit täglich neue Information zur aktuellen Situation. Auf den jeweiligen Webseiten sind grundsätzliche Informationen zu Covid-19 ebenso veröffentlicht wie Verhaltensregeln, Informationen über Risikogebiete und Updates zur Gefährdungslage. Das sich die Situation bisweilen stündlich verändert, bitte wir euch, aufmerksam für die jeweils aktuell geltenden Handlungsempfehlungen zu sein.

2. Kontakt halten

Wir empfehlen euch, regelmäßig mit den zuständigen Stellen eures BDKJ-Diözesanverbands, eurer (Erz-)Bistümern sowie der Landesjugendringe über die Situation und etwaige Maßnahmen in eurer Region Kontakt zu halten. Von Bundesebene steht Stephan Barthelme als Hauptansprechpartner zur aktuellen Situation zur Verfügung, aber auch alle anderen Mitglieder des Bundesvorstands könnt ihr über die euch bekannten Kommunikationswege kontaktieren.

3. WICHTIG: Veranstaltungen absagen oder verschieben

Nach den gestrigen Verlautbarungen der Bundesregierung soll in Hinblick auf Veranstaltungen „alles, was nicht zwingend notwendig sind, abgesagt oder verschoben werden.“ Weiter stattfinden soll alles, was gesetzlich geboten ist, kritische Infrastruktur betrifft oder medizinische Einrichtungen berührt. Da die Jugendverbandsarbeit nicht in diese Kategorien fällt, empfehlen wir euch dringend, auch alle diözesanen Veranstaltungen sowie Gremiensitzungen wie Diözesanversammlungen ab sofort und bis zum 19. April 2020 abzusagen oder zu verschieben. Die bisherige Grenze von 1.000 Personen wurde aufgehoben. Für manche Gremien in kleinerer Runde wie Vorstandssitzungen, Tagungen des Diözesanausschusses oder Arbeitskreistreffen gibt es sicherlich auch digitale Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

4. Betrieb in den Diözesan- und Landesstellen umstrukturieren

Bitte überlegt gut, wie der Betrieb an euren Diözesan- und Landesstellen in den nächsten Wochen fortgeführt werden kann und welche Maßnahmen ihr dabei ergreifen könnt, um einerseits die Mitarbeiter*innen zu schützen, aber dennoch gerade für Fragen der Ortsgruppen weiter ansprechbar zu sein. Auch diesbezüglich ist es – je nach den jeweiligen Strukturen vor Ort – wichtig, sich mit den entsprechenden Stellen im BDKJ, im Bischöflichen Jugendamt oder in der Diözese auszutauschen.

5. Mitglieder und Ortsgruppen sensibilisieren

Derzeit herrscht vielerorts noch die Einstellung, das Coronavirus sei nicht so schlimm oder betreffe ja junge Menschen nicht, weswegen Veranstaltungen weiter stattfinden. Bitte sensibilisiert eure Mitglieder und Ortsgruppen, auch vor Ort verantwortlich zu agieren und angemessene Entscheidungen zu treffen, damit auch wir als KLJB dazu beitragen, die Pandemie einzudämmen.

 

Informationen zur Arbeit der KLJB-Bundesebene

 

  • Erreichbarkeit der Bundesstelle

Der Betrieb der Bundesstelle wird zwar weiterhin aufrechterhalten, allerdings wird es zu folgenden Veränderungen kommen: Die meisten Mitarbeiter*innen werden zwischen dem 16. März 2020 bis zum 19. April 2020 im Homeoffice arbeiten. Das heißt, es werden weiterhin alle per E-Mail oder über Slack erreichbar sein. Alle Mitarbeiter*innen, die nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, werden zunächst weiterhin an der Bundesstelle arbeiten. Die zentrale Telefonnummer der KLJB-Bundesstelle sollte somit zunächst weiter erreichbar sein. Diesbezügliche Änderungen werden wir an euch kommunizieren. Die Referent*innen erreicht ihr in den kommenden Wochen nur noch per E-Mail oder über Slack. Den Bundesvorstand erreicht ihr weiterhin über Diensthandy, E-Mail und Slack.

  • Veranstaltungen

Alle Veranstaltungen und Gremiensitzungen bis zum 19. April 2020 werden abgesagt. Digitale Veranstaltungen wie Telefonkonferenzen oder Webinare finden natürlich weiterhin statt.

  • Dienstreisen

Bis zum 19. April 2020 werden die Mitarbeiter*innen der KLJB-Bundesstelle geplante Dienstreisen nicht antreten.

 

Wir stehen euch natürlich jederzeit für Fragen zur Verfügung und möchten euch bitten, auch in euren Strukturen angemessen und besonnen zu handeln.

Euer Bundesvorstand