KLJB-Delegation zeigt sich enttäuscht von Klima-Zwischenverhandlung in Bonn

Bonn, 17. Juni 2024. Nach neun intensiven Verhandlungstagen sind vergangenen Freitag im World Conference Center in Bonn die Klima-Zwischenverhandlungen zum Ende gekommen. Die Zwischenverhandlungen gelten der Vorbereitung auf die in November stattfindende Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen in Baku, Aserbaidschan. Wie auch in den vorherigen Jahren waren die Verhandlungen ernüchternd. Die KLJB-Delegation zieht ein Fazit.

Fehlende Funsdament für die Weltklimakonferenz

Auf den Zwischenverhandlungen wurden unterschiedliche Themen verhandelt. Während im Bereich ‚Landwirtschaft und Ernährungssicherheit‘ eine langersehnte Einigung gefunden wurde, wurden Einigungen in anderen Bereichen blockiert. Besonders dringlich ist der Verhandlungspunkt der Emissionsreduzierung. „Statt ein positives Signal in die Welt zu senden und das im Pariser Abkommen festgesetzte Übereinkommen durchzusetzen wurde auf den Zwischenverhandlungen Gespräche zu Minderungen blockiert und auf November vertagt. Das ist ernüchternd angesichts der Dringlichkeit von schnellen Lösungen für die Reduzierung von Emissionen“, resümiert die KLJB-Bildungsreferentin Lea Fernengel.

In Bezug auf Klimaanpassungen zeigten sich einige Ländergruppen kompromissbereit und es kam zu einer Einigung. Dies wurde im Abschlussplenum jedoch am gestrigen Abend nur als Teilerfolg bewertet. Die Weltklimakonferenz in Baku wird zeigen wie die Ländergruppen in Zukunft miteinander zusammenarbeiten werden.

Was alle Verhandlungspunkte verbindet ist die fehlende Bereitschaft der Länder über adäquate Klimafinanzierung zu sprechen und langfristig zur Verfügung zu stellen. Es ist dringender denn je, dass gemeinsam neue Ziele zur Klimafinanzierung gesetzt werden.

Verhandlungen als Ort der Vernetzung junger Menschen

Trotz der ungenügenden Ergebnisse sind die Verhandlungen auch ein Ort der Vernetzung globaler Akteur*innen innerhalb der Klimagerechtigkeitsbewegungen. Die KLJB traf sich im Rahmen der Verhandlungen unter anderem mit wichtigen Akteur*innen aus den verschiedenen Bundesministerien (AA, BMZ, BMUV, BMWK), der Delegation der Europäischen Union und des Heiligen Stuhls.

Nach der Zwischenverhandlung ist vor der COP

Neben einem unzureichenden Fundament für die anstehende Weltklimakonferenz in Aserbaidschan, gibt es weitere Aspekte, die Bedenken beim Blick auf die COP29 auslösen. Das Gastgeberland ist laut verschiedenen Beobachter*innen und Menschenrechtsorganisationen in Bezug auf die Menschenrechtslage sehr kritisch zu betrachten. „Wir erwarten, dass die Sorgen der Klimaaktivisti ernst genommen werden. Zivilgesellschaftlicher Protest muss in Baku uneingeschränkt möglich sein“, fordert die KLJB-Bundesvorsitzende Isabel Rutkowski.

 

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60. Klima-Zwischenverhandlungen in Bonn gestartet

Bonn, 05. Juni 2024. Diese Woche beginnen die Klima-Zwischenverhandlungen in Bonn, um die 29. Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen im November 2024 in Baku, Aserbaidschan vorzubereiten. Vom 03. bis 13. Juni tagen die sogenannten Nebenorgane des Klimasekretariats der Vereinten Nationen und sprechen über die immer drängender werdenden Fragen der internationalen Klimapolitik. Die KLJB nimmt wie bereits in den letzten Jahren als offizielle Beobachterorganisation an den Verhandlungen teil. „Die COP steht aufgrund fehlender Verbindlichkeit und Fortschritte in der Kritik. Um neues Vertrauen in die internationale Gemeinschaft fassen zu können, braucht es jetzt zentrale Beschlüsse.“, sagt Lorenz Hund (KLJB Marbach), der Teil der KLJB-Delegation ist. Mit dabei sind außerdem Luis Lütkehellweg (Mitglied des Bundesarbeitskreises Internationale Entwicklung der KLJB), Johanna Ritter (KLJB Freiburg) und Lea Fernengel (Bildungsreferentin an der KLJB-Bundesstelle).

Klimafinanzierung als zentrales Thema

Dieses Jahr steht ein neues Klimafinanzierungsziel im Fokus der Verhandlungen in Bonn. Es soll das bisherige Ziel von jährlich 100 Milliarden US-Dollar ersetzen und ist zentraler Bestandteil in der Umsetzung des Pariser Abkommens. Aufgrund von nicht erfüllten Verpflichtungen der Industriestaaten in der bisherigen Klimafinanzierung sind die Verhandlungen herausfordernd und teils von Misstrauen geprägt. „In Bonn müssen Zusagen zur Klimafinanzierung erfolgen, um die Weichen für neue ambitionierte Klimapläne zu stellen, die die geforderte Emissionsreduzierung erfüllen.“, erläutert Fernengel.

Anpassungsziele

Neben den massiven Auswirkungen der Klimakrise im Globalen Süden leidet auch Deutschland vermehrt unter Wetterextremen wie dem aktuellen Hochwasser im Süden der Republik. Bei den Zwischenverhandlungen liegt daher ein Schwerpunkt darauf, wie die globalen Anpassungsziele erfasst und umgesetzt werden können. Dieses Jahr stehen Forderungen nach messbaren Indikatoren und einem Evaluationssystem zur Überprüfung der Wirksamkeit von Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel im Fokus. Luis Lütkehellweg betont „Deutschland muss auf dieser Konferenz zeigen, dass die Globale Bestandsaufnahme wirklich zu einer Ambitionssteigerung geführt hat. Die Klimaziele der EU müssen daher konsequent auf das 1,5 Grad Limit ausgerichtet werden.“

Die Katholische Landjugendbewegung Deutschlands setzt sich seit Jahren für mehr Klimagerechtigkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung ein. Seit 2018 ist die KLJB offiziell als Beobachterorganisation der UN-Klimaverhandlungen akkreditiert.

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Tauch tief ein ins Thema Wasser und komm mit auf Studienfahrt zur Mecklenburgischen Seenplatte.

Freu dich auf Nationalpark, Kanutour und viele weitere Programmpunkte zum Thema Wassernutzung in der Landwirtschaft u.ä. Der Teilnahmebetrag von 175 € beinhaltet die Übernachtung (Mehrbettzimmer) mit Frühstück und die Kosten für die Programmpunkte. Die An- und Abreise muss selbst übernommen werden.

Eckdaten:

Teilnehmer*innenzahl: max. 18

Unterkunft: Immanuel Haus Ecktannen, Fontanestraße 40/42, 17192 Waren (Müritz)

Start der Studienfahrt: Abendessen am Mittwoch 24.07.2024
Ende der Studienfahrt: Mittagessen am Sonntag 28.07.2024

Zeitplan nach derzeitigem Stand:
Mittwoch, 24.07.: Anreise, Kennenlernen, Allgemeiner fachlicher Input
Donnerstag, 25.07.: Programm in Waren (u.a. Besuch Müritzeum), Fahrt in einen Nationalpark
Freitag, 26.07.: u.a. Kanutour, Besuch Wasserwerk oder Stadtwerke
Samstag 27.07.: Programm zu Wasser und Landwirtschaft
Sonntag 28.07.: Reflexion, Abreise

Hier geht es zur Anmeldung

Noch mehr KLJBler*innen als 2019 beteiligt

Bad Honnef-Rhöndorf, 25. April 2024. Im ganzen Land sah und hörte man am vergangenen Wochenende Mitglieder der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB), die hämmerten, pflasterten oder Bagger bedienten: Mehr als 13.400 KLJBler*innen beteiligten sich in 375 Landjugendprojekten an der 72-Stunden-Aktion des BDKJs und seiner Jugendverbände vom 18. bis 21. April 2024. Damit stiegen die Beteiligungszahlen innerhalb der KLJB im Vergleich zur letzten bundesweiten 72-Stunden-Aktion im Jahr 2019 deutlich. Damals beteiligten sich etwa 10.000 KLJBler*innen in 360 Aktionsgruppen.

KLJB-Bundesvorstand besucht 30 Ortsgruppen

Auch der KLJB-Bundesvorstand überzeugte sich vor Ort von dem großen Einsatz der Landjugendlichen und besuchte auf seiner Deutschlandtour im Elektro-Bus 30 der 375 Gruppen und ihre Projekte. Dabei führte die Tour den Bundesvorstand durch die Bistümer Osnabrück, Münster, Paderborn, Mainz, Freiburg, Rottenburg-Stuttgart, Augsburg sowie den Offizialatsbezirk Oldenburg. Jannis Fughe, KLJB-Bundesvorsitzender, stellt den großen Einsatz der Landjugendlichen heraus: „Das Engagement der Landjugendlichen bei der 72-Stunden-Aktion ist absolut beeindruckend. Trotz widriger Wetterbedingungen mit Regen, Hagel und in einigen Regionen sogar Schnee sind tausende KLJBler*innen bei der 72-Stunden-Aktion über sich hinausgewachsen und haben beeindruckende soziale Projekte auf die Beine gestellt, mit denen sie die Welt besser machen.“

Einzigartige Projekte für das Gemeinwohl

Zu den besuchten Projekten gehörten beispielsweise die Renovierung eines Kindergartenspielplatzes in Bersenbrück (Diözesanverband Osnabrück), der Bau eines Insektenhotels in Raunheim (DV Mainz), die Errichtung einer ca. 124 Meter langen Waldkugelbahn in Mettingen (DV Münster) oder die Gestaltung eines barrierefreien Weges der Sinne für Bewohner*innen und Besucher*innen des ortsansässigen Altenheims in Bad Peterstal (DV Freiburg). „In der 72-Stunden-Aktion zeigt sich die Kraft des gemeinsamen Anpackens. Es war spürbar, wie Solidarität und Zusammenhalt gelebt werden können. Genau diese Werte braucht unsere Gesellschaft heute. Ich bin beeindruckt von den kreativen Ideen, der Motivation und dem Spaß, den die Ortsgruppen hatten. Natürlich leisten die KLJB-Ortsgruppen auch außerhalb der 72-Stunden-Aktion sehr wichtige Arbeit und gestalten die Gesellschaft aktiv mit. Wir möchten uns für diesen Einsatz bei allen KLJBler*innen sehr herzlich bedanken“, freut sich die KLJB-Bundesvorsitzende Judith Böckle. Die vielseitigen Projekte der Aktionsgruppen bei der 72-Stunden-Aktion reichten von Bau- und Renovierungsprojekten in sozialen Einrichtungen und an öffentlichen Gemeinschaftsplätzen über die Schaffung von kulturellen Angeboten bis hin zu nachhaltigen, interkulturellen und ökologischen Bildungsprojekten.

Auch internationale Landjugendprojekte an Aktion beteiligt

Auch über Deutschland hinaus beteiligten sich Landjugendliche an der 72-Stunden-Aktion. So sammelten junge Menschen aus Partnerprojekten der KLJB Osnabrück in Peru Müll, bepflanzten karge Gegenden, bauten Brücken wieder auf und schützten wichtige Wasserquellen. Landjugendliche aus der Togopartnerschaft der KLJB im Offizialatsbezirk Oldenburg renovierten während der 72-Stunden-Aktion eine Bibliothek in Tsévié und sammelten Müll im Stadtteil rund um die Bibliothek. Umbrella, die georgische Partnerorganisation des KLJB-Bundesverbands, brachte junge Menschen aus Georgien und Deutschland zusammen, um verschiedene internationale Praktiken der Abfallbewirtschaftung zu erkunden und durch die Organisation lokaler Bildungsveranstaltungen die Nachhaltigkeitskompetenz der Teilnehmer*innen zu stärken.

Eine Aktionskarte mit einer Übersicht aller Projekte und weitere Informationen zur Aktion finden Sie auch auf www.72stunden.de.

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Bundesministerin Svenja Schulze ist KLJB-Botschafterin der 72-Stunden-Aktion

Bad Honnef-Rhöndorf, 18. April 2024. Wenn am heutigen Donnerstag, den 18. April 2024 um 17.07 Uhr der Startschuss für die bundesweite 72-Stunden-Aktion fällt, beginnt für mehr als 12.000 Mitglieder der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) in über 360 Projekten ein Wettlauf gegen die Zeit. Ihr Ziel ist es, in 72 Stunden ein soziales Projekt in ihren Gemeinden vor Ort umzusetzen.

Jannis Fughe, KLJB-Bundesvorsitzender und als Mitglied der Bundesvernetzungsgruppe Mitorganisator der Sozialaktion, freut sich über das große Engagement der Landjugendlichen: „In den nächsten 72 Stunden werden sich tausende von KLJBler*innen in ganz Deutschland für soziale Projekte einsetzen und die Welt ein Stück besser machen. Als Bundesvorstand sind wir sehr dankbar für dieses riesige Engagement. Uns beeindruckt, mit wie viel Elan und Tatkraft die KLJB-Aktionsgruppen sich für die Gesellschaft und das Gemeinwohl einsetzen.“

KLJB-Botschafterin Svenja Schulze lobt Engagement

Auch Svenja Schulze, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und KLJB-Botschafterin für die 72-Stunden-Aktion, stellt den großen Wert des Engagements der KLJBler*innen heraus: „Euer Einsatz trägt dazu bei, das Miteinander in unserer Gesellschaft zu fördern. Ihr krempelt die Ärmel hoch und gestaltet mit. Ihr schaut auf die Probleme bei euch zu Hause, in Europa und weltweit und setzt euch auch für Lösungen ein. Ich wünsche euch viel Erfolg bei euren Projekten, auf das euer Einsatz viele Menschen dazu inspiriert, sich ebenfalls für eine gerechtere Welt einzusetzen.“ Auch international finden während der 72-Stunden-Aktion KLJB-Partnerschaftsaktionen statt, so zum Beispiel in Peru, Togo und Georgien.

KLJB-Bundesvorstand besucht knapp 30 Ortsgruppen

Während der Aktion wird auch der KLJB-Bundesvorstand bestehend aus Judith Böckle, Isabel Rutkowski und Jannis Fughe mindestens 27 Gruppen und ihre Projekte in verschiedenen Regionen Deutschlands von Niedersachsen über Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg bis Bayern besuchen. Der Bundesvorstand freut sich, mit den Mitgliedern in den Aktionsgruppen in Kontakt zu treten und ihre vielfältigen Projekte kennenlernen zu dürfen. Dabei besteht die Möglichkeit, auch über KLJB-Themen wie die anstehende Europawahl, Jugendbeteiligung und Demokratie zu sprechen.

Einladung zur Berichterstattung

Journalist*innen sind herzlich zur Berichterstattung über die Aktivitäten der KLJB bei der 72-Stunden-Aktion 2024 eingeladen! Gerne vermitteln wir Ihnen eine Ortsgruppe in Redaktionsnähe oder kommen zu Ihnen ins Studio. An der Aktion werden bundesweit rund 360 KLJB-Gruppen teilnehmen. Der KLJB-Bundesvorstand wird KLJB-Gruppen in acht verschiedenen Diözesanverbänden besuchen. Auch mögliche Pressetermine im Zusammenhang mit der Besuchstour des Bundesvorstands sind möglich.

Gerne vermitteln wir Ihnen auch ein Interview mit dem KLJB-Bundesvorsitzenden Jannis Fughe. Er steht auch für Rückfragen zur Aktion zur Verfügung.

Eine Aktionskarte mit einer Übersicht aller Projekte und weitere Informationen zur Aktion finden Sie auch auf www.72stunden.de.

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Seit 2018 ist die KLJB offiziell als Beobachterorganisation der UN-Klimaverhandlungen akkreditiert. Dies gibt uns die Möglichkeit bei allen offiziellen Verhandlungen, wie den großen Klimaverhandlungen und den Zwischenverhandlungen dabei zu sein. Für die nächsten

Zwischenverhandlungen vom 03. bis 13. Juni 2024 in Bonn suchen wir ab sofort Bewerber*innen für unsere KLJB-Delegation!

Vor Ort wird die Delegation an den offiziellen Verhandlungen und Side-Events teilnehmen, sich intensiv vernetzen, insbesondere im Verbund der JugendNichtregierungsorganisationen YOUNGO (Youth NGOs) und politische Vertreter*innen treffen. Zudem wird sie sich mit anderen internationalen Jugendlichen und jungen Menschen austauschen und gemeinsam für das Klima eintreten.

Wie viele KLJBler*innen mit dabei sein können, entscheidet sich erst im Mai 2024, wenn vom Weltklimasekretariat UNFCCC die Anzahl an Delegierten bekannt gegeben wird, die für die KLJB an den SB60 teilnehmen können. Dennoch müssen alle generell
Interessierten bereits bis Ende März 2024 offiziell beim Weltklimasekretariat gemeldet werden. Nur wer bis zu diesem Zeitpunkt offiziell „nominiert“ ist, kann nach Bekanntgabe unserer verfügbaren Plätze auch tatsächlich teilnehmen. Ab dem Zeitpunkt der offiziellen Bekanntgabe der KLJB-Plätze wird es auch noch nähere Informationen zur Teilnahme geben.

Wenn ihr Klimapolitisch interessiert seid und näher in internationale Klimapolitik einsteigen wollt, bereits bei der KLJB-Klimaaktionsgruppe mitwirkt oder auch schon Erfahrungen auf einer Weltklimakonferenz sammeln konntet, dann solltet ihr die Teilnahme an den Zwischenverhandlungen nicht verpassen!

So kannst du dich bewerben:

Um Teil der offiziellen KLJB-Delegation auf den Zwischenverhandlungen in Bonn zu sein, bitten wir dich um die Zusendung einer kleinen Bewerbung bis spätestens 25. März 2024 an: oekologie@kljb.org. Diese umfasst dabei folgende Elemente:
• Ein kurzes (einseitiges) Dokument, aus dem euer klimapolitisches Interesse und
eure bisherigen Erfahrungen in diesem Themenbereich hervorgehen
• Alternativ könnt ihr uns auch ein kurzes (max. zweiminütiges) Bewerbungsvideo
schicken (bitte achtet auf komprimierte, kleine Dateien!)
• Bitte teilt uns zudem auch folgende Informationen zu eurer Person mit:
o Vollständiger Name
o Geburtsdatum
o Nationalität
o Reisepass- oder Personalausweisnummer (bitte hier ganz besonders auf
die richtige Angabe achten, inkl. der Angabe, um welches Dokument es
sich handelt)
o Gültigkeitsdatum deines Ausweisdokumentes (vorzugsweise noch
mindestens 6 Monate ab Juni 2024)
o E-Mail-Adresse
o Handynummer
o Datum deiner möglichen Teilnahme und maximale Anzahl der Tage

Weitere Informationen zur KLJB und den Klimakonferenzen findet ihr hier.

Bei Fragen meldet euch an der KLJB Bundesstelle! (oekologie@kljb.org)
Wir freuen uns auf eure Bewerbungen und euer klimapolitisches Engagement!

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Rund hundert Delegierte wählen drei Vorsitzende und fassen starke Beschlüsse

Hirschluch, 10. März 2024. Die Bundesversammlung der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) tagte seit Donnerstagnachmittag in der Jugendbildungsstätte Hirschluch in Brandenburg. Zum höchsten politischen Gremium des Verbandes kamen rund hundert Delegierte und Gäste zusammen. Besonders im Fokus standen die Wahl des neuen Bundesvorstands und die Verabschiedung der bisherigen Mitglieder des Bundesvorstands

Carola Lutz und Sarah Schulte-Döinghaus. Außerdem wurden wichtige Beschlüsse gefasst und die Delegierten lernten bei einem Studienteil, wie sie populistischen Parolen besser begegnen können.

Bundesvorstand neu besetzt

An einem langen Wahlsamstag wählte die Bundesversammlung drei Mitglieder in den KLJB-Bundesvorstand. Für eine Amtszeit von drei Jahren bilden Isabel Rutkowski, Judith Böckle und Jannis Fughe nun den Vorstand des KLJB-Bundesverbands. Die Stelle der*des Bundesseelsorger*in bleibt vakant.

Amtierender Bundesvorsitzender im Amt bestätigt

Jannis Fughe aus dem Kreis Vechta wurde als KLJB-Bundesvorsitzender bestätigt. Der 31-Jährige ist seit 2011 KLJB-Mitglied und war auf der Bundesversammlung 2021 in den Bundesvorstand gewählt worden. Der Niedersachse studierte Germanistik, Katholische Theologie, Bildungswissenschaften sowie Deutsch als Fremd- und Zweitsprache in Münster und engagiert sich vor allem für internationale Solidarität und die Vernetzung mit der Europa- und Weltebene.

Ehemalige Europavorsitzende nun im Bundesvorstand

Die 24-jährige Erziehungswissenschaftlerin Isabel Rutkowski ist bereits seit 2014 Mitglied der KLJB im Diözesanverband Freiburg. Dort war sie vier Jahre Diözesanvorsitzende. Anschließend vertrat sie den Verband in den internationalen Strukturen der KLJB als Europavorsitzende der MIJARC. Auf der Bundesebene der KLJB ist Isabel Rutkowski vor allem im internationalen Bereich und im Fachbereich Ökologie aktiv, z.B. im Bundesarbeitskreis Internationale Entwicklung oder auf den UN-Klimakonferenzen.

Allgäuerin mit internationaler Perspektive neu im Vorstand

Die 30-jährige Allgäuerin Judith Böckle wurde in den Bundesvorstand gewählt, nachdem sie bereits als Gruppenkind die KLJB kennenlernte. Neben ihrem Engagement im Vorstand ihrer Ortsgruppe und im Diözesanverband Augsburg ist sie seit 2018 auf Bundesebene im Bundesarbeitskreis Internationale Entwicklung aktiv. In ihrer Amtszeit möchte sie einen Schwerpunkt auf Menschenrechte, Verbandsentwicklung und politische Lobbyarbeit legen.

Klare Kante gegen Rechtsextremismus

Bis Sonntagmittag wurde auf der Bundesversammlung intensiv über Anträge diskutiert und diese zur Abstimmung gebracht.

Ein Beschluss, der am Sonntagmorgen gefasst wurde, beschäftigt sich mit dem zunehmenden Rechtsruck und Rechtsextremismus. Der Verband zeigt hier klare Kante und spricht sich gegen jegliche Kooperation mit rechtsextremen Parteien und Organisationen aus. Auch die Erklärung der deutschen Bischöfe, sich klar von Rechtsextremismus und rechtsextremen Parteien zu distanzieren und klarzumachen, dass Völkischer Nationalismus und das christliche Gottes- und Menschenbild unvereinbar sind, wird befürwortet. Im Rahmen dessen waren die Delegierten außerdem zu einem Studienteil eingeladen, bei dem Dr. Christian Boeser von der Universität Augsburg und Leiter des Netzwerks Poltische Bildung Bayern, zeigte, wie sich Sprachlosigkeit gegenüber populistischen Phrasen überwinden lassen und wie man sich für Demokratie stark machen kann.

Verabschiedungen im Bundesvorstand

Am Samstagabend dankten die Delegierten und Gäste mit einer Verabschiedungsfeier der Bundesvorsitzenden Sarah Schulte-Döinghaus und der Bundesseelsorgerin Carola Lutz für ihre nun endenden sechs Jahre Amtszeit.

Die 36-jährige Oberschwäbin Carola Lutz war in ihren zwei Amtszeiten vor allem verantwortlich für kirchenpolitische Themen, engagierte sich im Synodalen Weg und organisierte verbandliche Veranstaltungen wie die Gremien oder das KLJB-Bundestreffen 2022.

Die 35-jährige Ostwestfälin Sarah Schulte-Döinghaus war seit 2018 gewählte KLJB-Bundesvorsitzende und arbeitete zu Themen wie Ländliche Entwicklung und Ökologie und war zuständig für die Akademie Junges Land. Auch der ehemalige Bundesgeschäftsführer Manuel Hörmeyer sowie drei weitere scheidende Mitarbeiter der Bundestelle wurden im Rahmen des „Verabschiedungsmarathons“ für ihr Engagement geehrt.

Die Bundesversammlung tagt jedes Jahr an wechselnden Orten. Zur Bundesversammlung2025 hat der Diözesanverband München und Freising vom 06. bis zum 09. März 2025 eingeladen.

Interviewanfragen mit den neuen Bundesvorsitzenden vermitteln wir gerne.

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Rund hundert Delegierte kommen bei höchstem Gremium der KLJB zusammen       

Hirschluch, 07. März 2024. Die Bundesversammlung der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) tagt dieses Jahr vom 07. bis zum 10. März in der Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Hirschluch in Brandenburg. Zum höchsten politischen Gremium des Verbandes kommen rund hundert Delegierte aus den KLJB-Diözesan- und Landesverbänden sowie den Bundesarbeitskreisen zusammen. Auf der Tagesordnung stehen unterschiedliche Anträge und auch die Wahl zum neuen KLJB-Bundesvorstand.

Anträge, Wahlen und Studienteil  

Bis Sonntagmittag werden auf der Bundesversammlung unterschiedliche Anträge diskutiert und zur Abstimmung gebracht. Darunter wird es einen Antrag geben, der sich mit dem zunehmenden Rechtsruck und Rechtsextremismus befasst. Auch beschäftigt sich die Bundesversammlung mit den andauernden Protesten der Landwirt*innen und mit innerverbandlichen Anträgen. Die Delegierten sind außerdem zu einem Studienteil eingeladen, bei dem Dr. Christian Boeser von der Universität Augsburg und Leiter des Netzwerks Poltische Bildung Bayern, zeigt, wie sich Sprachlosigkeit gegenüber populistischen Phrasen überwinden lassen und wie man sich für Demokratie stark machen kann.

Verabschiedungen im Bundesvorstand

Nach jeweils sechs Jahren enden die Amtszeiten der Bundesvorsitzenden Sarah Schulte-Döinghaus und der Bundesseelsorgerin Carola Lutz. Die 36-jährige Oberschwäbin Lutz war in ihren sechs Amtsjahren vor allem verantwortlich für kirchenpolitische Themen, engagierte sich im Synodalen Weg und organisierte verbandliche Veranstaltungen wie die Gremien oder das KLJB-Bundestreffen 2022. Die 35-jährige Ostwestfälin Schulte-Döinghaus arbeitete seit 2018 zu Themen wie Ländliche Entwicklung sowie Ökologie und war zuständig für die Akademie Junges Land, der KLJB-Bildungseinrichtung. Mit einer Verabschiedungsfeier am Samstagabend dankt der Verband den beiden langjährigen KLJBler*innen für ihren Einsatz und feiert die gemeinsame Zeit.

Aktuelle Infos rund um die KLJB-Bundesversammlung 2024 werden auf den Social Media- Kanälen der KLJB veröffentlicht. Eine abschließende Pressemitteilung erscheint zum Ende der Versammlung.

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In der Sitzungswoche des Bundestages vom 19. bis zum 22. Februar 2024 führte der KLJB-Bundesvorstand mit Politiker*innen aller im Bundestag vertretenen demokratischen Parteien Gespräche. Ziel der Gespräche war es, die Perspektive junger Menschen auf dem Land stärker in das Blickfeld der Bundestagsabgeordneten zu rücken. So wurde die Wichtigkeit des Ausbaus von Infrastruktur, ÖPNV und Digitalisierung in Ländlichen Regionen ebenso betont wie die zukunftsfähige Ausstattung von Jugendarbeit. Zudem sprach der Bundesvorstand gezielt Politiker*innen mit Fachbereichen wie Landwirtschaft, Klimaschutz, Entwicklungspolitik oder Haushalt an, um auch Aspekte der Schwerpunktthemen der KLJB näher zu beleuchten. Auch unsere Forderung nach einer Absenkung des Wahlalters auf 14 bei allen Wahlen wurde mit vielen Mitgliedern des Bundestages angeregt diskutiert. Es wird über das Jahr fortlaufend Gespräche mit weiteren Politiker*innen geben. Die Interessensvertretung der rund 70.000 Mitglieder gegenüber Politik und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen ist eine der Kernaufgaben des KLJB-Bundesverbands.

 

Mit den folgenden Politiker*innen führte der KLJB-Bundesvorstand Gespräche

19.02.2024

Lisa Badum (Grüne) zu: Landwirtschaft + Klimaschutz, UN-Klimakonferenz in Baku

Anja Karliczek + Thomas Rachel (beide CDU) gemeinsames Gespräch zu: Ausstattung von Jugendverbandsarbeit, Jugendbeteiligung mit echter Partizipation

20.02.2024

Franziska Brantner (Grüne) zu: Digitalisierung in ländlichen Räumen, Proteste von Landwirt*innen, Jugendbeteiligungsformate der Ministerien, Ausstattung der KLJB durch BMEL

Paul Ziemiak (CDU) zu: Entwicklungsprojekte, Ausstattung der Jugendverbandsarbeit, Wahlalterabsenkung

Marlene Mortler (CSU; MEP) zu: Gene Editing, Export von Pflanzenschutzmitteln, Lieferkettengesetz

21.02.2024

Victor Perli (Linke) zu: Haushalt für Entwicklungsprojekte und Sicherheitspolitik, Generationengerechtigkeit, Mobilität in Ländlichen Räumen

Alexander Bartz (SPD) zu: neue Pflanzenzüchtungen, Ausstattung von Jugendarbeit, Migration

22.02.2024

Susanne Mittag (SPD) zu: Landwirtschaft, die Arbeit von Frauen auf Höfen, Tierwohl, gesunde Ernährung, Moorlandschaften

Sandra Bubendorfer-Licht (FDP) zu: Förderung ländlicher Räume, Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche, Wahlaltersenkung, EU-Lieferkettengesetz, Migration und Integration

Nyke Slawik (Grüne) zu: Ausbau ÖPNV, kostenloses Ticket für junge Menschen, Haushaltslage, kirchliches Arbeitsrecht, gendergerechte Sprache

Fabian Funke (SPD) zu: Bildungsarbeit gegen Rechtsextremismus, EU-Lieferkettengesetz, Schuldenbremse, Frieden

Jugendverband ist wieder auf weltgrößter Messe für Landwirtschaft und Ernährung dabei

Rhöndorf/Berlin, 18. Januar 2024. Die Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) ist in diesem Jahr zum 49. Mal zu Gast auf der Grünen Woche in Berlin, die vom 19. bis 28. Januar 2024 ihre Türen öffnet. Auf der weltgrößten Messe für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau widmet sich der Jugendverband dem Thema „Wasser“, insbesondere im Kontext des Klimawandels. Der entsprechende Messestand mit der Nummer 205 befindet sich dieses Jahr in Halle 3.2 ErlebnisBauernhof und wird von ehrenamtlichen KLJBler*innen betreut.

Wasser ist Quell des Lebens

„Einen Januar ohne Grüne Woche kann ich mir gar nicht vorstellen – auch für viele KLJBler*innen ist der Besuch Tradition. Mit unserem diesjährigen Standthema rücken wir Wasserknappheit, Extremregenereignisse und die Notwendigkeit, nachhaltige Wassernutzung zu fördern, in den Mittelpunkt. Besucher*innen werden auf verschiedenste Aspekte von Wasser hingewiesen und sind eingeladen, sich kritisch damit auseinanderzusetzen“, erläutert KLJB-Bundesvorsitzende Sarah Schulte-Döinghaus. An einem interaktiven Wimmelbild werden die verschiedenen Facetten des Themenkomplexes, wie z.B. Landwirtschaft, Wasserverbrauch oder Umwelt ausgeleuchtet und die Notwendigkeit aufgezeigt, nachhaltige Lösungen zu finden.

Jugendpolitische Veranstaltung und Zukunftsforum Ländliche Entwicklung

Erstmalig führt die KLJB die jugendpolitische Veranstaltung Land.Jugend.Politik. durch. Bei einem interaktiven Austausch-, Frage- und Diskussionsformat zwischen Landjugendlichen und Politiker*innen wird das Thema „Demokratie“ in den Fokus gerückt. Beim 18. BMEL Zukunftsforum Ländliche Entwicklung unter dem Motto „Land.schöpft.Wert – starke ländliche Regionen“ bietet die KLJB das Fachforum „Junge Menschen & Wertschöpfung: Verhaltensanalytische Ansätze & Lösungswege“ an. Bei dem interaktiven Fachforum geht es um die Frage, wie (junge) Menschen motiviert werden können, regional und nachhaltig zu handeln.

Gottesdienst und Landjugendempfang

Am 21. Januar 2024 lädt die KLJB zum Landjugendgottesdienst ein. Dabei werden über 300 Teilnehmer*innen aus dem gesamten Bundesgebiet in der Kirche St. Sebastian in Berlin-Mitte erwartet. Anschließend findet ein Landjugendempfang zum Kennenlernen, Vernetzen und Feiern statt.

Die Veranstaltungen der KLJB auf einen Blick:

19. bis 28.01.2024

KLJB-Messestand in der Halle 3.2, Stand 205

20.01.2024, 09.30 bis 12.00 Uhr

Land.Jugend.Politik. – Jugendverband als Basis von Demokratie, Raum Hongkong, Großer Stern, Messegelände

21.01.2024, 19.00 Uhr

Landjugendgottesdienst in der Kirche St. Sebastian, Gartenplatz, 13355 Berlin (Mitte)

24.01.2024, 16.30 bis 18.00 Uhr

Fachforum Nr. 13: „Junge Menschen & regionaler Konsum: Verhaltensanalytische Ansätze & Lösungswege“ beim Zukunftsforum Ländliche Entwicklung, CityCube, Messe Berlin (Anmeldung über das BMEL)

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