Wie wollen Sie die Gemeinsame Agrarpolitik im Sinne der Sustainable Development Goals (SDGs) nachhaltiger gestalten?

 

Es braucht die Entwicklung europäischer Strategien in Verbindung mit prozessbegleitenden Schulungsangeboten, die den Erhalt natürlicher Ressourcen und Minderung negativer Umwelteinflüsse aus der Landwirtschaft sicherstellen sollen.

(s. KLJB-Beschluss 2018: „Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik in der EU“)

 

Antworten der Parteien

 

  • Wir wollen die GAP noch umweltfreundlicher machen. Im Sinne echter Nachhaltigkeit müssen die Leistungen der Landwirt*innen sich aber auch wirtschaftlich lohnen. Deshalb sollen sie finanzielle Anreize für Umwelt- und Tierwohlleistungen erhalten.

  • Europa soll Vorreiter sein bei der Umsetzung der SDGs. Wir lehnen eine landwirtschaftliche Produktion ab, die sich lediglich am Export auf den Weltmarkt ausrichtet und für den Zusammenbruch regionaler Märkte in Entwicklungs- und Schwellenländern mitverantwortlich ist.

  • Dies gelingt, Indem wir insbesondere den nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen als auch einen fairen Wettbewerb mit der landwirtschaftlichen Erzeugung in Drittstaaten sicherstellen.

  • Um alle SDGs bis 2030 zu erreichen, müssen wir vernetzt denken. Deswegen fordern wir eine integrierte Agrar- und Ernährungspolitik, die gesunde Nahrungsmittel für die Verbraucher*innen erzeugt, Umwelt, Klima, Böden und Tiere schützt und ländliche Regionen stärkt.

  • Durch eine Reform der GAP soll die Agrarpolitik von vornherein nachhaltiger werden und auf Regionalität statt auf globale Märkte ausgerichtet sein. Auch international setzen wir uns für fair und gesund produzierte Güter ein.

  • In der neuen GAP wird explizit auf die 17 SDGs (Nachhaltigkeitskriterien), u.a. zu Klima, Wasser, Umwelt und Ernährungssicherung, Bezug genommen. Zur Umsetzung bedarf es einer Ausweitung der praxisorientierten Forschung und deren Kommunikation in die landwirtschaftlichen Betriebe.

  • Wichtig ist das Einleiten einer konsequenten und vollständigen Umstellung auf den Öko-Landbau bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Stärkung der Landwirt*innen sowie des Integrierten Landbaus als Zwischenschritt. Es braucht deutlich mehr Gelder für Forschungen in der Bio-Landwirtschaft.

  • Wir setzen uns für eine realitätsbezogene Bildung zum Thema grüne Berufe und die sich daraus ergebende Wertschätzung für Leistungen und Produkte der Landwirt*innen ein.

  • Due LKR schließen sich der Position des NABU an und fordert ambitionierte und innovative Maßnahmen, wie der nächste Mehrjährige Finanzrahmen der EU für den Zeitraum von 2021 bis 2027 am Prinzip der Nachhaltigkeit ausgerichtet werden kann, um das Versprechen der EU zu erfüllen, Vorreiterin bei der Umsetzung der SDGs zu werden. Bisher hat die EU-Kommission – zusammen mit den Mitgliedstaaten – dieses wichtige Thema sträflich vernachlässigt.

  • Das gelingt dadurch, dass z.B. der Nahrungsmittelexport in Länder des globalen Südens auf negative Auswirkungen auf dortige Märkte zu überprüfen ist. In Handelsverträgen muss die EU auf ungerechte Praktiken verzichten, die sie durch ihre Größe durchsetzen kann.

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