Wie sieht die Zukunft des Ökolandbaus für Sie aus und durch welche Maßnahmen möchten Sie diese fördern?

 

Der Ökologische Landbau ist aufgrund seiner herausragenden pflanzen-, tier-, boden- und gewässerökologischen Vorteile als Schlüsseltechnologie für die Zukunft anzusehen. Nur durch nachhaltige Wirtschaftsweisen können die zukünftigen, weltweiten Herausforderungen gemeistert werden.

 

 

Antworten der Parteien

 

  • Wir werden den Ökolandbau weiter verlässlich und am Markt ausgerichtet mit entsprechenden Umstellungs- und Ökoprämien fördern sowie auch mit Forschungsförderung unterstützen.

  • Wir wollen die Weichen für ein stetiges und größeres Wachstum des Öko-Landbaus in Deutschland und Europa stellen. Daher setzen wir uns in der aktuellen Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik für eine neue Fördermöglichkeit unter den sogenannten Umweltregelungen ein.

  • Der Ökolandbau muss seine Marktpotenziale wirtschaftlich erschließen. Wir halten es nicht für sinn-voll, planwirtschaftliche Ziele oder bestimmte Marktanteile für bestimmte Formen der Landwirtschaft vorzugeben oder anzustreben.

  • Der Ökolandbau ist der Vorreiter der nachhaltigen Landwirtschaft. Wir wollen starke Öko-Regelungen und nachhaltige Maßnahmen in der europäischen Landwirtschaftspolitik verankern. Importe sollen künftig auch den europäischen Standards entsprechen.

  • Wir wollen den Ökolandbau weiter fördern und ausbauen, setzen uns aber auch für sozial-ökologische Fortschritte in der konventionellen Landwirtschaft ein. Eine faire Risiko- und Gewinnverteilung in der Erzeuger*innenkette muss für faire Erzeuger*innenpreise sorgen.

  • Ab 2021 tritt eine neue Öko-Verordnung in Kraft. Ökolandbau wird weiter an Akzeptanz gewinnen. Für den Zeitraum der Umstellung von konventioneller auf ökologische Bewirtschaftung muss eine finanzielle Förderung gewährleistet werden. Angebot und Nachfrage regelt auch hier den Preis. Regionalität ist das wahre Öko.

  • Unser Ziel ist eine bäuerliche, ökologische Landwirtschaft mit weitgehend regionaler Vermarktung, die Koppelung der Subventionen an eine ökologische Wirtschaftsweise und die Begrenzung der Tierhaltung durch Bindung an hofnahe Fläche (zwei Großvieheinheiten pro Hektar).

  • Ein wirksamer Pflanzenschutz nach guter fachlicher Praxis ist die Grundlage jeglicher landwirtschaftlichen Produktion. Die bewährten Zulassungsstandards dürfen dabei weder vernachlässigt noch praxisfern verschärft werden.

  • Für die LKR ist das Wachstum der Ökobranche wichtig und ein Ausweis von zu fördernder Lebensqualität, weil es hier um gesunde Ernährung geht. Von besonderer Bedeutung ist Wertschätzung durch Gesellschaft und Verbraucher*innen, ebenso die Honorierung besonderer gesellschaftlicher Leistungen und eine verbesserte Effizienz und Wirtschaftlichkeit.

  • Das starke Gewicht der Europäischen Kommission für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung muss zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen eingesetzt werden. Subventionen sind nur bei Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien zu gewähren.

Mehr Infos

  • Beschluss 2017: In Zukunft nur gemeinsam! Unsere Vision von einem geeinten Europa