Wie sieht Ihr Konzept aus, um der Jugendarbeitslosigkeit in der EU nachhaltig entgegenzuwirken?

 

Die KLJB fordert einen rechtlichen Anspruch für junge Menschen unter 30 Jahren, innerhalb von zwei Monaten eine Arbeitsstelle, Ausbildungsstelle oder einen Studienplatz zu bekommen.

(s. KLJB-Beschluss 2017: „In Zukunft nur gemeinsam! Unsere Vision von einem geeinten Europa.“)

 

Antworten der Parteien

 

  • Wir wollen die Ausbildungsgarantie für Jugendliche und Beschäftigungsinitiative für junge Menschen fortführen, um mehr junge Menschen in Ausbildung und Beruf zu bringen. Außerdem wollen wir weiter für das System der dualen Ausbildung bei unseren EU-Nachbar*innen werben.

  • “Wir wollen für alle jungen Menschen eine berufliche Perspektive ermöglichen.
    Hierfür werden wir die Mittel für die „Jugendgarantie“ deutlich aufstocken. Zudem sollen Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit künftig bis zum 30. Lebensjahr ermöglicht werden.”

  • Wir wollen die besten Bildungschancen für junge Menschen schaffen. Zudem setzen wir uns für einen europäischen Ausbildungsmarkt sowie länderübergreifende Kooperation der Arbeitsagenturen und mittelfristig die Gründung einer EU-Ausbildungsagentur ein.

  • Wir wollen die Ausbeutung junger Menschen beenden und ihnen soziale Sicherheit bieten. Deshalb setzen wir uns für faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen ein. Wir fordern, dass Praktika verpflichtend entlohnt werden.

  • Wir wollen Vollbeschäftigung. Die Mittel für die Jugendgarantie müssen erhöht werden. Ab fünf Prozent Erwerbslosenquote werden Mitgliedstaaten verpflichtet, ein öffentliches Beschäftigungsprogramm und Schritte für Arbeitszeitverkürzung einzuleiten.

  • Wir werben in anderen EU-Mitgliedsstaaten für das bei uns bewährte und krisenfeste duale Ausbildungssystem und wollen auch die Mobilität junger Menschen in Europa verbessern.

  • Die Wirtschaftskonzepte des ständigen wirtschaftlichen Wachstums sind gescheitert. Wir brauchen arbeitsplatzintensivere Branchen, z.B. das Handwerk (mehr Reparatur statt Wegwerfen) und regionale Vermarktung. Damit lassen sich Jugendliche wieder in Ausbildung und Arbeit bringen.

  • Die Lösung besteht in der Wiedereinführung der nationalen Währungen, in denen sich die Leistungen ihrer jeweiligen Volkswirtschaften widerspiegeln, unter ggf. paralleler Beibehaltung des Euro.

  • Bildung, Bildung, Bildung!

  • Der Europäische Haushalt sollte es einfacher ermöglichen, Mittel für die Beschäftigung von Menschen vor Ort bereit zu halten, wo für soziale Berufe mehr Personal gebraucht wird und gleichzeitig (oft fällt dies zusammen) die Arbeitslosigkeit hoch ist.

Mehr Infos

  • Beschluss 2017: In Zukunft nur gemeinsam! Unsere Vision von einem geeinten Europa