Was wollen Sie unternehmen, um die Verschmutzung der Meere durch Plastik einzudämmen?

 

Die Wiederverwertung von Materialien ist ein wichtiger Bestandteil in der Wertschöpfungskette und zur Ressourcenschonung. Um Abfälle zu vermeiden, ist es wichtig, dass weniger kurzlebige Produkte produziert werden. Das bedeutet, dass zum einen Einwegverpackungen deutlich reduziert werden, zum anderen die Lebensdauer von elektrischen und elektronischen Geräten verbessert werden soll.

( s. KLJB-Beschluss 2008: „Bewusst, verantwortungsvoll und nachhaltig! Leitfaden zum Kritischen Konsum in der KLJB“)

 

Antworten der Parteien

 

  • Von Wirtschaft, Handel und Verbraucher*innen erwarten wir, dass sie Verantwortung übernehmen und den Plastikverbrauch einschränken. Das Recycling muss deutlich verstärkt werden. Es ist auch richtig, überflüssige Plastikprodukte zu verbieten.

  • Die SPD verfolgt das Ziel einer 50-prozentigen Reduzierung der Plastikmülleinträge bis zum Jahr 2030. Dafür setzen wir uns bei der Ausgestaltung der EU-Plastikstrategie ein. Plastikartikel, die nur einmal gebraucht und dann weggeworfen werden, oder Mikroplastik in Kosmetika wollen wir europaweit verbieten.

  • Wir wollen einen Fokus auf Meerespolitik als Zukunftsaufgabe. Europa muss seine Vorreiterrolle aus-bauen in der Innovation und Forschung, unter anderem bei Techniken zur Entfernung von Meeresplastik sowie der ökonomischen und ökologischen Entwicklung der Meere.

  • Die Plastikflut können wir nur bekämpfen, wenn Wegwerfplastik ein Ende hat. Wir wollen ein Europa, das mit einer Plastikabgabe plastikmüllfrei wird und unsere Meere schützt. Wo Plastik unvermeidbar ist, wollen wird das Recycling von Plastik stärken.

  • Eine Ressourcenabgabe (Produzent*innen, Inverkehrbringer*innen) auf Primärressourcen soll die Nutzung von Plastik drastisch eindämmen und Recycling viel lukrativer machen. Wo es geht, sind Plastik-Einweg-Produkte zu verbieten, Mehrwegsysteme zu fördern.

  • Um unsere Weltmeere zu schützen, setzen wir uns für eine von der EU geförderte Initiative ein, mit moderner Technik Kunststoffabfälle aus den Europa umgebenden Meeren zu filtern.

  • Wir brauchen konsequente Verbote von Plastik überall da, wo dies möglich ist. Die EU-Kommission hat einige Verbote bereits auf den Weg gebracht. Wir brauchen strenge Verbote für Mikro- und Nanoplastik in Kosmetika und eine Kennzeichnungspflicht für alle Produkte, die Plastik enthalten.

  • Hierzu hat die AfD noch keine programmatische Position entwickelt.

  • Es bräuchte ein weltweites Pfandsystem und ein abbaubares Flaschenmaterial.

  • Regionalen Produkten wird Priorität gegeben. In den Flussregionen der zehn weltweit größten Flüsse muss schnellstens ein Recyclingsystem mit europäischer Unterstützung aufgebaut werden. Der Export von in Plastik eingeschweißten Waren ist zu reduzieren.

Mehr Infos

  • Beschluss 2017: In Zukunft nur gemeinsam! Unsere Vision von einem geeinten Europa