Welche klimafreundlichen Verkehrskonzepte möchten Sie umsetzen?

 

Kurze Strecken sollen zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Ist dies nicht möglich, nutzt man den öffentlichen Personenverkehr. Dabei sind elektrisch oder mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge zu bevorzugen. Der motorisierte Individualverkehr sollte ebenso betrieben werden und die Ausnahme darstellen. Dabei sollten Mitfahrgelegenheiten und/oder Carsharing genutzt werden.

(s. KLJB-Beschluss 2013: „100 Prozent erneuerbar – Leitbild für eine Energieversorgung der Zukunft“)

 

Antworten der Parteien

 

  • Für uns bedeutet moderne Mobilität die intelligente Verknüpfung von Infrastruktur, Verkehrsträgern und digitaler Kommunikation. Besonders fördern wir Elektromobilität, den ÖPNV und die Schiene. Außerdem treiben wir die Entwicklung effizienterer und sauberer Verbrennungsmotoren voran.

  • Wir wollen eine Verkehrswende durch Aufstockung der Forschung- und Entwicklungs-Mittel für Antriebstechnologien und Mobilitätsdienstleistungen, eine Infrastrukturoffensive für die Elektrifizierung, für Wasserstofftechnologie als europäisches Projekt, die Vernetzung aller Verkehrsträger sowie einheitliche Tarife und Qualitätsstandards innerhalb der EU.

  • Wir setzen uns für innovative Mobilität ein. Dazu gehören neben neuen Antriebsformen auch alternative Kraftstoffe für Fahrzeuge und Schiffe. Ob mit Batterie, Gas, Methanol oder Wasserstoff: Es gibt vielfältige Möglichkeiten, wie wir in Zukunft fossile Treibstoffe ersetzen können.

  • Eine sozial und ökologisch verträgliche Mobilität ist realisierbar: Mehr Fuß- und Radverkehr, weniger, aber dafür saubere und leise Autos, bessere Bahn- und Busangebote, weniger Kurzstreckenflüge und eine bessere Vernetzung unterschiedlicher Verkehrsträger in der Stadt und auf dem Land.

  • Wir wollen eine Mobilitätswende. Wir setzen auf Verkehrsvermeidung durch kurze Wege und regionales Wirtschaften, eine Verlagerung auf ökologische und energieeffiziente Verkehrsmittel, kostenfreien Nahverkehr sowie den Umstieg auf Erneuerbare Energien für die Antriebe.

  • Wir sehen große Potentiale, den innereuropäischen Flugverkehr durch attraktive Bahnverbindungen zwischen den großen Städten zu reduzieren. Mit der „Hyperloop“-Technologie könnten wir uns in Europa künftig mit bis zu Schallgeschwindigkeit bewegen und die Reisezeiten zwischen unseren Städten erheblich verkürzen. Europa soll Leitmarkt und Leitanbieter dieser Technologie werden.

  • Wir brauchen eine konsequente Verringerung des Individualverkehrs und der Warentransporte auf der Straße und einen Ausbau des ÖPNV und vor allem der Bahn, auch im Güterverkehr.

  • Die E-Mobilität bringt derzeit keine Vorteile bei Emissionen bzw. bei der Ressourcenschonung. Unter Einbeziehung der Akku-Produktion, die einer Fahrstrecke von 100.000 km entspricht, wird die Bilanz sogar schlechter. Der Diesel ist hier das bessere Konzept.

  • Es gilt die Bedarfe der verschiedenen Verkehrsteilnehmer*innen zu beachten. Sprich: Nicht überall wird ein ÖPNV angeboten. Alle Verkehrsteilnehmer*innen müssen sich die Verkehrswege teilen. Es braucht einen modernsten PKW und LKW, eine Elektromobilität o.ä., mehr gute Radfahrwege usw.

  • Neben dem Ausbau des ÖPNV gilt dies auch für den Radverkehr. Die Menge von transportierten Gütern ist deutlich zu reduzieren oder auf reinen Elektroantrieb umzustellen, wie überhaupt die Infrastrukutur für Elektromobilität auszubauen ist.

Mehr Infos

  • Beschluss 2017: In Zukunft nur gemeinsam! Unsere Vision von einem geeinten Europa