Wie wollen Sie durch die Reform der Ökodesign-Richtlinie der EU neben der Ressourceneffizienz die Reparatur und Wiederverwendung von Produkten fördern?

 

Die Wiederverwertung von Materialien ist ein wichtiger Bestandteil in der Wertschöpfungskette und zur Ressourcenschonung. Konkret lässt sich beispielsweise der Verbrauch von Papier durch bewusstes Druckverhalten leicht reduzieren, Recyclingpapier und wiederbefüllbare Verbrauchsutensilien bilden einen weiteren Unterschied. Diese Standards werden in der KLJB umgesetzt und auch durch und in unseren Bildungsveranstaltungen im Verband und darüber hinaus verbreitet.

(s. KLJB-Beschluss 2008: „Bewusst, verantwortungsvoll und nachhaltig! Leitfaden zum kritischen Konsum in der KLJB“)

 

Antworten der Parteien

 

  • Wir begrüßen sehr, dass die neue Ökodesign-Richtlinie neben der Energieeffizienz erstmals Anforderungen in Bezug auf Reparierbarkeit und Ersatzteile stellt. Das ist ein wichtiger Schritt aus der Wegwerfgesellschaft.

  • Die SPD hat sich für die Erweiterung der Ökodesign-Richtlinie (Anforderungen zur Recycling- & Reparaturfähigkeit von Produkten) eingesetzt. Wir werden uns auch künftig dafür einsetzen, dass Produzent*innen dazu verpflichtet werden, langlebige Produkte im Sinne der Kreislaufwirtschaft herzustellen.

  • Statt die Konsument*innen mit der Ökodesign-Richtlinie zu bevormunden, versetzen wir Verbraucher*innen mit transparenten Kennzeichnungen selbst in die Lage, effizientere Produkte zu wäh-len. Für den Klimaschutz setzt der Emissionshandel zusätzliche Effizienzanreize.

  • “Wir setzen uns dafür ein, dass beim Entwickeln von Produkten stärker die Nachhaltigkeit berücksichtigt wird. Durch einen Mix von Ökodesign, Aufklärung und Anreizen sollen Reparierbarkeit, einfache Rückgabe und Wiederverwertbarkeit Produktionsstandards prägen.”

  • Mit neuen Durchführungsverordnungen muss die Ökodesign-Richtlinie Anforderungen an die Haltbarkeit von Geräten und Komponenten festsetzen. DIE LINKE hat dazu den Antrag „Längere Lebensdauer für technische Geräte“ (18/9179) in den Bundestag eingebracht.

  • Wir FREIE WÄHLER unterstützen, dass durch die Ökodesign-Richtlinie vermehrt Geräte repariert und nicht sofort entsorgt werden.

  • Dafür brauchen wir die Bekämpfung von Elektronikschrott mit einer Verlängerung der Gewährleistung und Standards für ein Anti-Verschleiß-Management, bei dem es um die Haltbarkeit und Austauschbarkeit von Teilen geht.

  • Hierzu hat die AfD noch keine programmatische Position entwickelt.

  • Wir wollen das durch eine Gesetzgebung fördern, die auch entsprechend kontrolliert wird.

  • Wir haben in unserem Programm ein Verbot der geplanten Obsoleszenz beschlossen. Mögliche Adoleszenz und wie geplant wurde, sollten erforscht, untersucht und gegebenenfalls mit Strafen belegt werden.

Mehr Infos

  • Beschluss 2017: In Zukunft nur gemeinsam! Unsere Vision von einem geeinten Europa