Wie möchten Sie die EU noch stärker erlebbar machen und die Bürger*innen für die europäische Idee begeistern?

 

Die KLJB fordert die Förderung eines europäischen Bewusstseins in den Lehrplänen aller Schulformen zu verankern, eine stärkere Förderung von außerschulischen Sprachprogrammen für Jugendliche, ein kostenloses Interrailticket sowie eine stärkere Unterstützung von Begegnungs- und Austauschangeboten.

(s. KLJB-Beschluss 2017: „In Zukunft nur gemeinsam! Unsere Vision von einem geeinten Europa.“)

 

Antworten der Parteien

 

  • Wir wollen den Menschen zeigen, dass Europa ihr Leben besser macht. Die vier Grundfreiheiten des Europäischen Binnenmarktes ermöglichen europäische Lebensentwürfe – getragen von völlig neuen Chancen und vielfältigen Perspektiven. Dies gilt es zu erhalten und deutlich herauszustellen.

  • Hierbei ist die ist die gemeinsame Kultur ein wichtiger Motor. Sie muss für möglichst viele Bürger*innen erleb- und erfahrbar gemacht werden. Wir wollen daher europäische Kultur z.B. durch einen „Europäischen Kulturscheck“ für Jugendliche oder durch die Aufstockung der Projektmittel für „Kreatives Europa bis 2027“ fördern.

  • Ein europäisches Bewusstsein entwickelt man am besten durch Begegnungen mit Menschen aus an-deren EU-Ländern. Wir wollen daher vielfältige Austauschmöglichkeiten schaffen und die Bildungsfreizügigkeit als neue Grundfreiheit einführen. Insbesondere wollen wir für alle Schüler*innen einen Anspruch darauf, sich unabhängig von Elternhaus sechs Monate im europäischen Ausland ausbilden zu lassen. Zudem wollen wir Mehrsprachigkeit in den Schulen fördern.

  • Programme wie z. B. Erasmus+ eröffnen Menschen aus unterschiedlichen EU-Staaten die Chance zu gemeinsamen Aktivitäten und helfen bei der Herausbildung eines Gemeinschaftsgefühls. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass der Verwaltungsaufwand der EU-Förderprogramme erheblich reduziert wird.

  • Die Menschen begeistern sich für die EU, wenn sie mit der EU nicht „Krise“ und „Angst vor Privatisierung“ verbinden, sondern sie als Raum der Begegnung mit sozialer Sicherheit und Gerechtigkeit erleben, wo sich auch mächtige Konzerne an die Regeln halten und ihren Beitrag zum Gemeinswesen leisten.

  • Wir wollen, dass die Bürger*innen ergebnisoffen über die Zukunft der EU debattieren können. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Bürgerdialoge mit repräsentativen Querschnitten der Gesellschaft ohne Vorwegnahme der Ergebnisse durchgeführt werden.

  • Wir brauchen die Einführung verbindlicher europaweiter Volksbegehren und Volksentscheide, transparente und demokratisch legitimierte EU-Institutionen sowie die Stärkung und den Ausbau der Europäischen Bürgerinitiative.

  • Die EU ist ein bürgerferner Kunststaat, der mit Zentralismus und gewaltigen ökonomischen und sozialen Verwerfungen schwerlich begeistert. Ein Europa freier souveräner Staaten, wo die Vielfalt der nationalen Kulturen und Traditionen gelebt wird, halten wir für eine begeisterungsfähige Idee.

  • Ja, weil die EU gut ist. Die EU ist trotz all ihrer Mängel gut für Deutschland. Die offenen Grenzen und die Reisefreiheit innerhalb der EU begrüßen fast alle Menschen, aber der sichere Schutz der Außengrenzen erscheint inzwischen als eine fast unlösbare Aufgabe. Auf den Handel zwischen den europäischen Ländern hat die EU insgesamt einen positiven Einfluss.

  • Hier können die neuen Medien genutzt werden wie Virtual und Augmented Reality. Europa soll zu den Menschen über das Netz kommen. Das reduziert auch den Individualverkehr.

  • Material

    Jede Stimme zählt!

    Die Entscheidungshilfe zur Europawahl 2019

Mehr Infos

  • Beschluss 2017: In Zukunft nur gemeinsam! Unsere Vision von einem geeinten Europa