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Austausch mit Ursula von der Leyen: Zukunftschancen, Klimaschutz und starke Strukturen für die Jugend

Austausch mit Ursula von der Leyen: Zukunftschancen, Klimaschutz und starke Strukturen für die Jugend

Am 22. Juli 2026 traf sich der Jugendbeirat der EU-Kommissionspräsidentin (President’s Youth Advisory Board) zu einer anderthalbstündigen Beratung mit Ursula von der Leyen. Im Mittelpunkt standen die drängenden Zukunftsfragen junger Menschen in Europa – von sozialen Belastungen über den Schutz der Demokratie bis hin zum digitalen Raum. Für das DNK nahm Isabel Rutowski an dem Gespräch teil.

Ein zentraler Punkt der Diskussion waren die wirtschaftlichen und sozialen Sorgen der jungen Generation. Angesichts hoher Inflation, steigender Lebenshaltungskosten und fehlendem bezahlbarem Wohnraum bezeichnete Kommissionspräsidentin von der Leyen die Bezahlbarkeit des Lebens als Priorität und verwies auf den neuen EU-Kommissar für Wohnungsbau, Dan Jørgensen. Die Jugendvertreter*innen betonten zudem die Dringlichkeit faires Entlohnung nach Ausbildung oder Studium und warnten eindringlich vor Kürzungen bei der Förderung von Jugendverbänden und ehrenamtlichen Strukturen. Sie forderten eine langfristig gesicherte Strukturförderung, den Ausbau von Erasmus+ sowie eine verbindliche Jugendbeteiligung (EU Youth Test) bei allen politischen Vorhaben.

Auch der Klimaschutz und die Transformation der Energieversorgung wurden intensiv debattiert. Von der Leyen betonte die Notwendigkeit, europäische Abhängigkeiten bei fossilen Energien abzubauen, verwies dabei jedoch neben erneuerbaren Energien auch auf die Rolle der Kernenergie – ein Punkt, der im Parlament und der Zivilgesellschaft weiter Diskussionsstoff bietet. Zugleich warnte sie vor zunehmenden Desinformationskampagnen gegen den European Green Deal insbesondere durch Russland. Weitere Schwerpunkte waren die mentale Gesundheit junger Menschen sowie konkrete EU-Pläne für mehr Sicherheit und Jugendschutz auf Social-Media-Plattformen.

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