Ländliche Entwicklung

Was macht das Landleben so besonders? Passt alles oder fehlt etwas? Fühlen sich Jugendliche in ländlichen Räumen benachteiligt gegenüber Stadtjugendlichen? Wie sieht es mit Ausbildung, Studium und Job aus? Geht das alles auf dem Land oder muss sich etwas ändern? Ganz schön viele Fragen, die man stellen kann, wenn man über Leben und Arbeiten auf dem Land nachdenkt.

Die KLJB hat ländliche Räume fest im Blick. Er ist Ausgangs- und Schwerpunkt unseres Engagements. Wir setzen uns für eine nachhaltige Entwicklung dieser Räume ein. Durch unsere Strukturen und Projekte ermöglichen wir Landjugendlichen Partizipation und vermitteln Gestaltungskompetenzen auf dem Land. Innerhalb von Kirche und auch gegenüber Politik wird es zunehmend wichtiger, auf die Bedeutung ländlicher Räume hinzuweisen.

Der Bundesarbeitskreis Fragen des ländlichen Raums (BAK) ist das ehrenamtliche Fachgremium auf Bundesebene für Fragen rund um den Themenkomplex der ländlichen Entwicklung. Derzeit beschäftigt er sich vor allem mit Bodenfruchtbarkeit sowie Ausbildung und Erwerb auf dem Land.

Ländliche Infrastruktur im Fokus

Ein entscheidender Schlüssel zur Herstellung gleichwertiger Lebensbedingungen nach Meinung der KLJB die technische und soziale Infrastruktur.  Nur so entstehen Lebensperspektiven in ländlichen Räumen, die Menschen zum Bleiben oder Wiederkommen bewegen. Gerade die Infrastruktur  ist jedoch in den Ländlichen Räumen nicht ausreichend  weiterentwickelt, sie wird sogar reduziert oder gar rückgebaut.  Es ist eben nicht unerheblich für Jugendliche, wenn sie miterleben müssen, dass Unternehmen abwandern, die Sport- und Festhalle immer baufälliger wird, die Betriebe nicht mehr ausbilden, Auszubildende nicht mehr übernommen werden, YouTube-Filme nur im Ruckel- und Standbildmodus laufen, kein Geld für die Renovierung des Gruppenraums da ist oder der Regionalverbund eine weitere Verkehrsverbindung eingestellt hat. Dabei würden viel junge Menschen gern auf dem Land leben.

Um auf dem Land leben zu können, muss die Grunddaseinsvorsorge gewährleistet werden und eine attraktive Infrastruktur vorhanden sein. Flächendeckend braucht es den Zugang zu Bildung, medizinische Versorgung, kulturelle Angebote, die Gewährleistung von Kommunikations- und Informationsmitteln sowie eines öffentlichen Personennahverkehrs. Im ländlichen Raum werden die Gefahren der Privatisierung öffentlicher Aufgaben deutlich. Einem „Ausverkauf“ öffentlicher Infrastruktur muss entgegengewirkt werden. Für strukturschwache und bevölkerungsarme Regionen sind gezielte Förderungen notwendig.

Die Zentralisierung des Schulangebotes darf nicht weiter voranschreiten damit gute Berufs- und Lernperspektiven für alle Kinder und Jugendliche gewährleistet bleiben. Deshalb sind vor allem für ländliche Räume vielfältige, flexible und kreative Wege dringend notwendig. Hierzu müssen zukunftsweisende Konzepte entwickelt werden, beispielsweise eine Verlängerung der gemeinsamen Grundschulzeit, schulartübergreifende Lösungen, Bildungskooperationen unterschiedlicher Schulen bzw. Träger oder das Lernen in altersheterogenen Gruppen. Dabei muss die individualisierte Förderung und Differenzierung gewährleistet sein.

 

unsere Fokusthemen

Lebendige Böden

Fruchtbare Böden sind für uns Menschen wesentliche Grundlage unseres Lebens, unserer Ernährung und Energieversorgung. Sie stellen u.a. Nährstoffe für neues Leben bereit, sind Lebensraum, Speicher, Puffer und Schadstoffregler. Außerdem dienen sie als Klimaregler und tragen zum Hochwasserschutz bei. Als Katholische Landjugendbewegung sehen wir den lebendigen Boden als ein Geschenk Gottes, welches eine wichtige Lebensgrundlage für jetzige und künftige Generationen darstellt. Mehr erfahren…

Jugend in Ländlichen Räumen

Die Jugendarbeit der KLJB leistet in den Dörfern einen wertvollen Beitrag für die Selbstorganisation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. In Initiativen und Verbänden wie der KLJB gestalten Jugendliche und junge Erwachsene mit viel Kreativität und Power ihre Regionen mit. Mehr erfahren…

Bildung in Ländlichen Räumen

Schon heute wandern viele junge Familien ab oder siedeln sich erst gar nicht auf dem Land an, weil sie keine vernünftige Bildungsinfrastruktur vorfinden. Hier möchte die KLJB ansetzen mit ihren Bildungs- und Beteiligungsangeboten und iherer Vision von einem lebendigen Leben in den Ländlichen Räumen. Mehr erfahren…

Landwirtschaft und Agrarpolitik

Die nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft ist für die KLJB eine Herzensangelegenheit. Die vielfältige Zusammensetzung unseres Verbandes bietet die Chance, Landwirtschaft ganzheitlich zu sehen und die unterschiedlichsten Blickwinkel zusammenzuführen. Mehr erfahren…

Grüne Gentechnik

Die KLJB lehnt den Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen in der Landwirtschaft ab, da die Risiken derzeit weder abschätzbar noch kontrollierbar sind. In den Leitlinien der KLJB sind die Schöpfungsbewahrung und der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken für Mensch und Umwelt fest verankert. Unter den Mitgliedern der KLJB sind Landwirtinnen und Landwirte genauso wie kritische Verbraucherinnen und Verbraucher. Mehr erfahren…

Biopatente

Die KLJB fordert einen deutlich strikteren Kurs in Fragen der Biopatentierung. Dabei geht es um die Erteilung von Patenten an oder auf Lebewesen bzw. auf Teile derselben In der Fachdiskussion wird dabei unterschieden zwischen „Patenten am Leben“ und „Patenten auf Leben“. Mehr erfahren…

 

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