SCHRIFTGRÖßE
KONTRAST
LESBARE SCHRIFT
MAUSZEIGER VERGRÖßERN

Brot: Den Wert der Böden
in unseren ländlichen Räumen sichern

Brot ist unser tägliches Fundament. Als veredeltes Getreideprodukt ist seine Qualität untrennbar mit dem Zustand der Ackerflächen in unseren ländlichen Räumen verbunden. Die aktuelle Preisgestaltung im Handel bildet jedoch nicht ab, was es kostet, diese Böden langfristig fruchtbar zu halten. Ökologische Leistungen, wie der Erhalt der Bodenstruktur, werden bisher kaum finanziell entlohnt.

Der „Wahre Preis“-Check (500g Brot | Stand Juli 2025)

Preis im Einzelhandel (Ø Discounter): 1,19

Zusätzliche wahre Kosten:

    • 0,10 € Bereich Gesundheit
    • 0,07 € Bereich Boden
    • 0,04 € Bereich Klima
    • 0,01 € Bereich Wasser

„Echter“ Preis: 1,41

Die zusätzlichen wahren Kosten entstehen beispielsweise durch die Belastung von Böden durch intensive Getreideproduktion, Düngung und Pflanzenschutz, durch Treibhausgasemissionen aus Anbau, Verarbeitung, Backprozessen und Transport sowie durch Nährstoff- und Pflanzenschutzbelastung von Grund- und Oberflächenwasser.

Quelle: Technische Hochschule Nürnberg, Foodwatch

Was macht die Erzeugung besonders?

Hinter den versteckten Kosten stehen vor allem Belastungen der Ackerböden. Getreide entzieht dem Boden für sein Wachstum Nährstoffe und Wasser. Ein gesunder Ackerboden fungiert dabei als komplexes Ökosystem: Er speichert Feuchtigkeit und bindet Kohlenstoff in Form von Humus. Bei zu intensiver Bewirtschaftung sinkt dieser Humusanteil, was die Ertragsstabilität gefährdet und die Erosionsanfälligkeit erhöht. Versteckte Kosten entstehen dort, wo die natürliche Regenerationskraft des Bodens nachlässt. Eine gezielte Honorierung von Umweltschutzmaßnahmen direkt bei den Landwirt*innen ist notwendig, um unsere Äcker als produktive Lebensgrundlage zu sichern.

KLJB-Perspektive:

Wir setzen uns dafür ein, dass die Leistungen der Landwirtschaft für unsere Gesellschaft, wie der Erhalt gesunder Böden, gerecht entlohnt werden. Die Agrarpolitik muss den Schutz natürlicher Ressourcen so fördern, dass Landwirt*innen unabhängig von der Größe ihres Betriebes auf eine langfristige Zukunftsperspektive bauen können.

KONTAKT
Jannis Fughe
Bundesvorsitzender
+49 17611946525
j.fughe@kljb.org
Kontakt Element Hintergrundbild