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KLJB-Bundesversammlung in Nittendorf endet erfolgreich

KLJB-Bundesversammlung in Nittendorf endet erfolgreich

Starke Dörfer, globale Verantwortung und klare Haltung zur Wehrpflicht im Fokus

Nittendorf, 02. März 2026. Vier Tage lang waren hundert Delegierte der Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) für die Bundesversammlung, das höchste politische Gremium des Verbandes, im Diözesanverband Regensburg zu Gast.

Land im Blick

Mit dem Beschluss „Zukunft wächst vor Ort“ fordert die KLJB eine umfassende strukturelle Stärkung ländlicher Räume. Der Verband setzt sich unter anderem für einen verlässlichen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, flächendeckende digitale Infrastruktur, bezahlbaren Wohnraum für junge Menschen sowie die langfristige Sicherung selbstorganisierter Jugendräume ein. Im Studienteil „Junge Visionen für unser Dorf“ vertieften die Delegierten diese Themen bei einem Dorfspaziergang und diskutierten praxisnah ihre Visionen. „Ländliche Entwicklung sei eine Frage sozialer Gerechtigkeit und gleichwertiger Lebensverhältnisse. Junge Menschen leben gerne auf dem Land. Damit sie bleiben oder zurückkehren können, braucht es gerechte Rahmenbedingungen und echte Mitgestaltungsmöglichkeiten“, betont Bundesvorsitzender Jannis Fughe.

Global gerecht handeln

Auch international setzt die KLJB klare Akzente. Mit ihrem Beschluss zur Wasserstoffpolitik fordert die KLJB erneuerbar erzeugten Wasserstoff und faire Partnerschaften mit Ländern des Globalen Südens, die soziale Standards, lokale Wertschöpfung und Klimagerechtigkeit stärken, statt neue Abhängigkeiten zu schaffen. Zugleich wird das Projekt „Lamu Jamii“ in Kenia bis 2029 fortgeführt und unterstützt dort Geschlechtergerechtigkeit und klimaresiliente Landwirtschaft.

Sicherheit jugendgerecht denken

Mit dem Beschluss „Freiwilligkeit stärken – keine Reaktivierung der Wehrpflicht“ spricht sich die KLJB klar gegen eine Rückkehr zur allgemeinen Wehrpflicht sowie gegen verpflichtende soziale Pflichtdienste aus. „Sicherheit entsteht nicht durch Zwang, sondern durch freiwilliges Engagement und demokratische Bildung“, erklärt die Bundesvorsitzende Isabel Rutkowski. Sollte es dennoch zu einer Einführung kommen, fordert die KLJB mindestens eine Gleichwertigkeit der Dienste, den Schutz bestehender Freiwilligenstrukturen und die uneingeschränkte Wahrung des Rechts auf Kriegsdienstverweigerung.

Verband gestalten

Ein Themenabend machte zudem Vorfreude auf das Bundestreffen „Ackerschnack“ vom 6. bis 9. August in Vrees im Emsland. Ein regionaler Abend und ein gemeinsamer Gottesdienst rundeten die Versammlung ab. Mit einer Satzungsänderung schärfte die KLJB ihre Ausschlussregelungen und stellte klarere Verfahren bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen oder extremistischen Bezügen sicher. Der Versammlung wählte außerdem neue Mitglieder für die KLJB-Bundesarbeitskreise sowie Delegationen auf nationaler und europäischer Ebene.

Der Diözesanverband Regensburg sorgte mit großem ehrenamtlichem Engagement für einen gelungenen Rahmen der Bundesversammlung. Die Delegierten dankten besonders dem Organisationsteam für die herzliche Gastfreundschaft und die reibungslose Durchführung der Tagung.

Die Bundesversammlung ist das höchste politische Gremium der KLJB und findet jedes Jahr in einem anderen Diözesanverband statt. Die Bundesversammlung 2027 wird vom 04. bis zum 08. März vom Diözesanverband Münster ausgerichtet.

Alle gefassten Beschlüsse finden sich hier.

 

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