Klimapolitik

Das Pariser Klimaabkommen wurde 2015 von 197 Staaten unterzeichnet und gilt als Meilenstein klimapolitischen Handelns und in der Begrenzung des Klimawandels und seiner weltweiten Auswirkungen. Ein zentraler Bestandteil des Pariser Abkommens ist das 2-Grad-Ziel, also die Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf deutlich unter zwei Grad über dem vorindustriellen Wert. Auch das 1,5-Grad-Ziel ist als wünschenswertes Ziel genannt. Auf Basis einer Studie des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) ist nämlich mittlerweile bekannt, dass die Begrenzung auf zwei Grad für das Aufhalten des Klimawandels nicht ausreichen wird und es ambitioniertere Ziele braucht. Folgen des Klimawandels sind bereits jetzt weltweit deutlich und zeigen sich unter anderem durch Extremwetterereignisse wie Dürren, Ernteausfällen der dem Anstieg des Meeresspiegels.

Besonders betroffen vom Klimawandel sind oftmals Länder des Globalen Südens. Damit treffen der Klimawandel und dessen Folgen vor allem ohnehin bereits benachteiligte Regionen und haben hier besonders heftige Auswirkungen auf die Bevölkerung zur Folge. Vor dem Hintergrund, dass der menschengemachte Klimawandel weiterhin vor allem durch Industrienationen und deren Ausstoß von Treibhausgasen verursacht wird, besteht hier eine große Ungerechtigkeit. Das Konzept der Klimagerechtigkeit setzt an diesem Punkt an und fordert, dass die ungleiche Verteilung der Folgen der globalen Erwärmung ausgeglichen und berücksichtigt wird.

Es ist mittlerweile klar, dass die Bundesrepublik ihre selbst festgesetzten Klimaziele für das Jahr 2020 drastisch verfehlen wird. Umso dringender ist es notwendig, jetzt politisch zu handeln. Um das 1,5-Grad-Ziel noch zu erreichen, müssten nach dem Stand der Forschung die Industriestaaten bis 2030
aus allen fossilen Energien ausgestiegen sein, ab 2050 dürften keine vom Menschen verursachten Treibhausgase mehr entstehen. Noch sind einige Folgen des Klimawandels, wie ein weiterer Verlust der biologischen Vielfalt, extreme Wetterereignisse, Flucht und Migration sowie Ressourcenknappheit begrenzt kompensierbar. Daraus erwächst eine besondere Verantwortung für uns.

Die KLJB setzt sich dafür ein, insbesondere das möglichst schnelle Erreichen der nationalen Klimaziele
für das Jahr 2020 und die Einhaltung der an wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgerichteten Klimaziele für die Jahre 2030 und 2050 als Maßstab für die Politik der Bundesregierung zu nehmen.

Innerhalb des Verbandes möchte die KLJB mit gutem Beispiel vorangehen. Dieses Engagement und die Selbstverpflichtung ist mitunter in dem Beschluss „Auf dem Weg zu einer klimaneutralen KLJB“ festgehalten. Die KLJB setzt damit ein Zeichen zur Bewahrung der Schöpfung und setzt sich für den Erhalt einer lebenswerten Umwelt für heutige und künftige Generationen ein. Ziel ist es, Treibhausgasemissionen, die auf KLJB-Bundesebene entstehen, im Rahmen unserer Möglichkeiten zu reduzieren und das Bewusstsein für den sorgsamen und kritischen Umgang mit Energie zu verbessern.

KLJB offizielle Beobachterorganisation der UN-Klimaverhandlungen (COP)

Seit 2018 ist die KLJB offiziell als Beobachterorganisation der UN-Klimaverhandlungen akkreditiert. Dies gibt uns die Möglichkeit, bei allen offiziellen Verhandlungen, wie den großen Klimaverhandlungen als auch den Zwischenverhandlungen dabei zu sein. Nach ersten Besuchen der KLJB bei Rahmenveranstaltungen auf der COP 15 in Kopenhagen, der COP 21 in Paris und der COP 23 in Bonn können wir nun seit der COP 24 in Kattowitz auch an den Verhandlungen selbst teilnehmen. Vor Ort konnte die KLJB sich intensiv vernetzen und politische Vertreter*innen treffen, sich aber auch mit anderen internationalen Jugendlichen und junge Menschen austauschen und gemeinsam für das Klima eintreten. Auch im Jahr 2019 wird eine KLJB-Delegation auf der COP 25 in Chile mit dabei sein.

Aktionsseite Klimakonferenzen

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